Der NSU – Unterstützung aus Hannover?!

Datum/Zeit
Dienstag - 08.11.2022
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
UJZ Korn

Kategorien

Eintritt: Eintritt frei

Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl: -

Toiletten, ggf. Umkleideräume: -

Kontakt: polbil@asta-hannover.de



Es war das Medienereignis im November 2011, als die so genannte Selbstenttarnung des »Nationalsozialistischen Untergrunds« kurz NSU bekannt wurde. Mindestens 10 Menschen,zwei Bombenattentate und diverse Banküberfälle werden dem Neonazitrio zugerechnet. Schnell wurde klar, dass das Trio 13 Jahre im Untergrund gelebt hatte, dabei Unterstützung von anderen Neonazis erhielt und teilweise polizeiliche Behörden mehr Informationen besaßen, als sie preisgeben wollten. So kam es, dass selbst konservative Nachrichtenagenturen nach der Selbstenttarnung die Existenz der Verfassungsschutzbehörden in Frage
stellten. Fast genau 11 Jahre nach der ganzen Aufmerksamkeit um den NSU kann von Aufklärung fast keine Rede sein. Betreffende Akten wurden von polizeilichen Behörden mit Hochdruck vernichtet oder stehen über Jahrzehnte unter Verschluss, in Untersuchungsausschüssen konnten sich Beamte nicht mehr an prägnante Situationen erinnern, Zeugen sind plötzlich verstorben und im abschließenden Gerichtsurteil
2018 in München hielt sich weitgehend die Theorie eines isolierten Trios. Ohne das Engagement der Hinterbliebenen und verschiedenster unabhängiger Recherchen wäre die Aufklärung dieser traurigen Mordserie wohl komplett im Sande verlaufen. Auch in Hannover und Umgebung gibt es Neonazis die Personen nahe standen, welche den NSU nachweislich direkt unterstützt haben.
In dem Vortrag möchten wir aufzeigen welche Neonazis aus Hannover und Umgebung einen Bezug zu den direkten Unterstützer:innen des NSU hatten, wie jene Neonazis in dieser Zeit organisiert gewesen sind und versuchen darüber hinaus einen zeitlichen Kontext zu den Taten des NSU herzustellen.