Café Rojava International: 28 Jahre PKK-Verbot sind 28 Jahre zu viel!

Datum/Zeit
Freitag - 05.11.2021
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
UJZ Korn

Kategorien

Eintritt frei

Veranstaltungsräume, Toiletten und ggf. Bar mit dem Rollstuhl nicht erreichbar

aufgeteilt nach flinta*-only und all-gender

Kontakt: -



Women Defend Rojava Hannover und NAV-DEM Hannover laden zum Café Rojava International ein. Beim kommenden Café Rojava International am 05.11., 19:00 Uhr im UJZ Korn, wollen wir über die PKK aufklären, über das Betätigungsverbot in der BRD sprechen und die Folgen des Terror-Stigmas diskutieren.

Vor fast 28 Jahren, zum 26.11.1993, wurde das kurdenfeindliche, rassistische und kriminalisierende PKK-Betätigungsverbot erlassen. Die BRD erließ als erster EU-Staat ein solches Verbot, um kurdische Aktivist:innen zu kriminalisieren und die Freiheitsbewegung Kurdistans zu diffamieren. Auf dieser rechtlichen Grundlage wurden etliche Kurd:innen inhaftiert und versucht eine ganze Community mundtot zu machen. So werden z.B. immer wieder kurdische Selbstorganisation und Aktivitäten, bis hin zu Feierlichkeiten wie dem Neujahresfest Newroz, verboten oder eingeschränkt. All dies basiert auf der besonderen Beziehung zwischen der BRD und der Türkei, die sich über Jahrzehnte erstreckt.

Allgemein probiert der deutsche Staat „alles was kurdisch ist“ zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. 1994 führte dies zur Ermordung Halim Deners in Hannover durch einen deutschen Polizisten. Die Formel „Kurde = PKK = Terror“ soll nicht nur die Freiheitsbewegung Kurdistans diffamieren, sondern alle fortschrittlichen demokratischen Kräfte – Insbesondere die radikale Linke – von der Freiheitsbewegung Kurdistans spalten.

Während die NATO über die Türkei versucht, auch mit Einsatz verbotener Waffen ihre undemokratischen Ziele durchzusetzen, ist die PKK eine reelle Kraft im Mittleren Osten geworden. In Kurdistan und darüber hinaus ist sie ein Hoffnungsschimmer für die unterdrückten Völker. Sie ist die treibende Kraft hinter der Revolution in Rojava und für Demokratie, Ökologie und Geschlechterbefreiung in der Region. Diese Realität gilt es anzuerkennen und das PKK-Verbot in Deutschland endlich aufzuheben.

Der Krieg in Kurdistan und das Verbot der PKK geht uns alle etwas an!