Antisemitismus in unserer Gesellschaft? Eine Selbstreflexion

Datum/Zeit
Samstag - 26.11.2016
10:30

Veranstaltungsort
Freizeitheim Linden

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Unsere Sprache ist ein Instrument, mit dem wir kommunizieren. Wir teilen unsere Meinung mit, wir diskutieren, wir kritisieren und vieles mehr. Sprache ist damit zentraler Bestandteil unseres Zusammenlebens. Sprache kann aber auch manipulieren, sie kann ausschließen und diskriminieren. Inwiefern können wir unsere Sprache immer im vollständigen Maße reflektieren und hinterfragen? Wie ist unsere Sprache historisch und gesellschaftlich geprägt? Und was hat das mit Antisemitismus – der Feindschaft gegenüber jüdischen Menschen zu tun? Diesen Fragen wollen wie wir im Rahmen eines Fachtages nachgehen.

Antisemitismus hat in der Geschichte immer wieder neue Ausprägungen und Auswüchse erlebt. Bis heute werden Jüd*innen ausgegrenzt und verfolgt. In Deutschland ist Antisemitismus tief verwurzelt und äußert sich regelmäßig – im Diskurs um Israel und Nahost, auf Solidaritätskundgebungen für Gaza, in Übergriffen auf Einrichtungen und Menschen.

In der Veranstaltung lehen wir den Fokus legen auf Diskurse, die in Deutschland und Europa geführt werden. Der Konflikt im Nahen Osten, zwischen Israel und Palästina, gibt vielen Menschen Anlässe, sich zu den Geschehnissen zu äußern.

Es wird Kritik an der israelischen Regierung geäußert, aber handelt es sich dabei um konstruktive und vor allem legitime Kritik?
Wann wird aus Kritik Antisemitismus?
Welche Rolle spielt die deutsche und europäische Vergangenheit in dieser Auseinandersetzung?

Dr. Uffa Jensen leitet den Fachtag ein, indem er den Begriff Antisemitismus gesellschaftspolitisch und historisch einbettet. Daran anschließend zeigt Prof. Monika Schwarz-Friesel auf, inwieweit sich Antisemitismus in unserer Sprache wiederfindet.
Ab wann ist die Kritik an der israelischen Regierung Judenfeindschaft und wie empfinden Menschen jüdischen Glaubens aktuelle Diskurse? Auf diese und andere Fragen wird die Autorin Esther Schapira eingehen.
Schließlich wird Konstantin Seidler auf politische Arbeit und Projekte eingehen, die sich Antisemitismus entgegensetzt. Zudem berichtet er von seiner Arbeit mit jüdischen Jugendlichen.

Moderation: Monika Fabricius: Autorin und Fernsehredakteurin

Das detaillierte Programm finden Sie in unserem Veranstaltungskalender zum Download.

Veranstaltungsort: Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4, 30451 Hannover | Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zurgänglich.

Verpflegung: Kaffee, Wasser, Tee und Kekse stehen zur Verfügung. Ein Mittagsimbiss ist auf eigene Kosten möglich.

Wir bitten um Anmeldung (an wolters@slu-boell.de)

Veranstalterin: Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds. | Warmbüchenstraße 17 | 30159 Hannover | 0511 30 18 57 0 | www.slu-boell.de | info@slu-boell.de