Ein Blick auf die feministische Bewegung “mujeres por la vida” in Venezuela

Datum/Zeit
Samstag - 19.12.2020
19:00 - 21:00

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Eintritt frei


***Online Vortrag – Zugang über: https://zoom.us/j/97270394039 ***
Die feministische Organisation ‘Mujeres por la vida‘ setzt sich seit 25 Jahren mit verschiedenen Aufgaben auseinander. Zu diesen Aufgaben gehören die öffentliche Bildungsarbeit sowie die Beratung und Begleitung von, von patriarchaler Gewalt betroffenen, Menschen. In ihren Anfängen waren sie die Gruppe einer Kommune der Stad Lara in Venezuela, welche sich in den 90er Jahren, als die neoliberalistische Unterdrückung besonders stark war, zusammengeschlossen haben. In dieser Zeit fingen sie an, Unterstützungsnetzwerke aufzubauen, sowie Frauen, die von patriarchaler Gewalt innerhalb der Gemeinschaft betroffen sind, zu beraten. Des Weiteren setzen sie sich für die Einhaltung der Menschenrechte: Nahrung, Gesundheit und Bildung für alle ein. Später, während der Regierung von Hugo Chavez, begleiteten sie die Transformation politischer Prozesse innerhalb des Landes. Sie schlugen vor, Gender-Komitees innerhalb der Kommunalräte zu gründen. Beim Kommunalrat werden Entscheidungen getroffen, ohne dass der Staat Einfluss auf diese hat. In den letzten Jahren engagieren sich ‘Mujeres por la vida‘ besonders bei der Sexualerziehung für Mädchen und Frauen, sowie mit der Verstärkung solidarischer Netzwerke, um den Erwerb von Medikamenten zu erleichtern und ärztliche Versorgung für Mädchen und Frauen zu ermöglichen. Außerdem beschäftigen sie sich mit der Sichtbarmachung anderer feministischer Kämpfe, wie beispielsweise der Entkriminalisierung der Abtreibung sowie der Gerechtigkeit für Frauen die durch patriarchale Gewalt ermordet wurden. Sie identifizieren sich mit einem Feminismo popular* sowie mit dem Aufbau einer feministischen Kommune als Alternativ für einen kapitalistisch, patriarchalen neoliberalen Staat.
https://bloquelatinoamericanoberlin.org/?p=248

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