ANGST – Eine Performance aus Deutschland


Freitag - 08.05.2026 - Sonntag - 10.05.2026, 19:30 - 21:00
Kulturzentrum Pavillon
Eintritt: kostet was
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl: Veranstaltungsräume, Toiletten und ggf. Bar mit dem Rollstuhl erreichbar
Toiletten, ggf. Umkleideräume: unisex
Kontakt: https://pavillon-hannover.de/event/details/127856/premiere-angst-eine-performance-aus-deutschland
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Angst vor Krieg, Wohlstandsverlust und Ressourcenknappheit. Die Angst greift um sich und setzt eine Spirale der Verhärtung, Ausgrenzung und des autoritären Denkens in Gang. Falczyk/Herschel/Reiniger laden auf einen surrealen Trip ein und treiben sich und dem Publikum die Angst mit anarchischer Energie aus.

Mit psychoanalytischem Gespür, Komik und absurdem Humor gehen Falczyk/Herschel/Reiniger einem gesellschaftlichen Affekt mit politischer Sprengkraft auf den Grund. Dafür treten Figuren der neueren deutschen Geschichte in einem grotesken Raum des Unbewussten auf. Der Wiedergänger eines Typen in Deutschlandtrikot, der vor über 30 Jahren zur Projektionsfigur einer faschistischen Männlichkeit erklärt wurde, und sich nun schämt, überhaupt auf der Bühne zu stehen. Ein Bundeswehrsoldat, der sich in das Theater verirrt hat und dem es die Sprache verschlagen zu haben scheint. Und über allem wachend eine Moderatorin, der nicht zu trauen ist. Zu einem eindringlichen Soundtrack entfalten Falczyk/Herschel/Reiniger das Psychogramm einer Gesellschaft im Angesicht von erstarkendem Rechtspopulismus, zunehmender Militarisierung und den Krisen der Zukunft.

Mit den Mitteln des Theaters, in einem Setting zwischen Geisterbeschwörung und Konfrontationstherapie geht es gegen Disziplinierung, Kontrolle und den inneren Faschismus.

Konzept, Künstlerische Leitung und Performance: Felix Falczyk, Johanna Herschel, Max Reiniger • Sounddesign: Leon Goltermann • Lichtdesign: Franziska Wenzel • Publikumsdramaturgie und Vermittlung: Robin Grau • Plakatgestaltung: Robin Vehrs • Konzept/Antragstellung: Blomen/Moré/Reiniger

Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Stiftung Niedersachsen, Erhardt Friedrich Stiftung, Stiftung Kulturregion Hannover, Kulturbüro Hannover, Friedrich Weinhagen Stiftung. In Kooperation mit dem Laft e.V., Theaterhaus Hildesheim e.V.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Künstlerstadt Kalbe e.V. und des theaterhaus berlin


ANGST - Eine Performance aus Deutschland