Wirtschaft am Limit – Warum die Klimakrise die moderne Ökonomik herausfordert

Datum/Zeit
Freitag - 28.10.2022
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
TIB Technik und Naturwissenschaften

Kategorien

Eintritt: Eintritt frei

Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl: Veranstaltungsräume, Toiletten und ggf. Bar mit dem Rollstuhl erreichbar

Toiletten, ggf. Umkleideräume: -

Kontakt: -



Freitag, den 28. Oktober 2022 um 18 Uhr

Ort: Naturwissenschaftliche Bibliothek der Leibniz Universität Hannover

Im Rahmen der “Open Access Week”. Veranstaltet durch TIB Hannover in Kooperation mit Students For Future Hannover.

Die Klimakrise steht einerseits exemplarisch für die fundamentale Gefährdung unserer menschlichen Lebensgrundlagen. Andererseits ist sie Ausdruck tiefgreifender sozialer und globaler Ungleichheit. Diese Erkenntnisse sind nicht neu. Jedoch gelingt es bislang weder den Wirtschaftswissenschaften noch der Wirtschaftspolitik, auf diese Herausforderungen angemessene Antworten zu entwickeln. Stattdessen lässt sich beobachten, dass verantwortliche Akteur*innen aus diesem Bereich – gerade in Krisenzeiten – meist einen nicht-nachhaltigen Status Quo verteidigen und eine tiefgreifende Transformation der Wirtschaft ausgebremst wird – trotz des umfangreichen und zunehmenden Wissens um die Dringlichkeit dessen.

In seinem Vortrag wird David J. Petersen diskutieren, welche Lehren daraus gezogen werden können. Dabei werden auch zentrale Herausforderungen skizziert, die sich für die moderne Ökonomik stellen. Wir laden zur gemeinsamen Diskussion ein: Was bedeutet dies für die Wirtschaftswissenschaften, aber auch allgemein für das ökonomische Denken und die Praxis der Wirtschaft? Was wären andere / neue ökonomische Antworten, die jene Herausforderungen angemessen bearbeiten könnten? Wo lassen sich Grenzen, aber auch Hemmnisse und Hürden ausmachen, die den Weg von der Nische in den Mainstream erschweren oder gar unmöglich machen?

David J. Petersen, Sozioökonom und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Norbert Elias Center for Transformation Design & Research der Europa-Universität Flensburg. Er hat sich in Hannover und Jena für eine plurale Ökonomik engagiert und 2019 die Economists for Future mitgegründet. Die Initiative rückt die Herausforderungen um eine zukunftsfähige Ökonomie in den Fokus. Zukunftsfähig meint, ökologische wie auch soziale Notwendigkeiten zum Ausgangspunkt des ökonomischen Denkens und damit auch für eine gelingende Wirtschaftspraxis zu machen.