WALD

Datum/Zeit
Donnerstag - 27.04.2017
20:30

Veranstaltungsort
Kino im Sprengel

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Zweimal das Thema Wald, einmal als Kulisse für einen Thriller, das andere Mal als Setting für einen poetischen Horrorfilm.

An diesem Abend stellen wir zwei herausragende aktuelle Produktionen des filmischen Nachwuchses vor. Beide Filme wurden auf zahlreiche Festivals eingeladen und mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Der Niedersachse Felix Ahrens aus Buxtehude erhielt für seinen Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg zur Krönung in Los Angeles den Silbernen Studenten-Oscar. Die Argentinierin Luz Olivares Capelle studierte (u.a. bei Michael Haneke) Regie an der Filmakademie Wien. Ihr Abschlussfilm begeisterte die Juries wegen ihrer traumhaften Bildwelten. Verbindendes Thema des Abends ist: Der Wald. Einmal dient er als Kulisse für einen Thriller, das andere Mal als Setting für einen poetischen Horrorfilm.

– AM ENDE DER WALD
von Felix Ahrens, D 2016, 30 min., digital
Mit Henrike von Kuick, Tom Keune, Anna Schinz, Justus Carriere, Jakub Koudela, Jaromíra Mílová u.a.

Die junge Polizistin Elke und ihr Kollege Armin befinden sich nahe der tschechischen Grenze auf Streife. Bei einer routinemäßigen Fahrzeugkontrolle wird ein junger Tscheche von Elke im Affekt erschossen. Elke wird daraufhin vorläufig vom Dienst suspendiert und sinkt in ein tiefes Loch aus Schuldgefühlen. Als diese irgendwann unerträglich werden, macht sich Elke auf den Weg nach Tschechien, um die Familie des Getöteten ausfindig zu machen und ihr Geld zu bringen. Dort angekommen stellt sich heraus, dass nichts so ist, wie es scheint, und Elke in eine Falle getappt zu sein scheint. – AM ENDE DER WALD gewann 2016 den Studenten-Oscar in Silber.

– WALD DER ECHOS
von Maria Luz Olivares Capelle, Österreich 2016, 30 min., digital
Mit Jasmin Wallner, Calista Berger, Katharina Plaim, Christina Kasper, Kathrin Resetarits u.a.

Eine junge Frau verliert im Wald ihre Freunde aus den Augen. Auf der Suche nach ihnen stößt sie auf die reglos am Ufer einer Lagune liegenden Körper dreier Mädchen. Doch mit einem Schnitt ist plötzlich alles anders. Tief im Wald, drei Kinder spielen am Rande eines Gewässers, als sie eine im Wasser treibende, junge Frau entdecken. Spiele und Lügen entfalten sich in eine zirkuläre Zeit, in der selbst der Tod seine Endgültigkeit verliert. Was ist real, was Schein? Wer träumt und wer wird geträumt? Der Film erhielt im Januar 2017 den Österreichischen Filmpreis in der Kategorie Kurzfilm. Bereits zuvor gewann er auf der Diagonale Graz den Preis für den Besten Kurzspielfilm. Auszug aus der Begründung der Jury: “Das Kino wird weiterleben. Und zwar wegen Filmen wie diesem. Es ist ein Film, der uns im wahrsten Sinne des Wortes bezaubert, ja inspiriert hat. Er schafft Bilder, die in ihrer Poesie und ihrem Witz einzigartig sind und einen nicht mehr loslassen.”

Wir danken besonders der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Hannover.

Eintritt 5 Euro, HannoverAktivPass 2,50 Euro