Vortrag: „TradWives: Zwischen Kochrezepten und Antifeminismus“ von Mareike Fenja Bauer


Donnerstag - 28.03.2024, 18:00
Sturmglocke
Eintritt: Eintritt frei
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl: Veranstaltungsräume, Toiletten und ggf. Bar mit dem Rollstuhl erreichbar
Toiletten, ggf. Umkleideräume: unisex
Kontakt: afk_hannover@riseup.net
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Beziehungstipps, Backrezepte und der Alltag einer jungen Mutter – Auf Plattformen wie TikTok und Instagram teilen sogenannte TradWives (Traditional Wives, dt. Traditionelle Ehefrauen) ihr vermeintlich privates Leben. Der zunächst harmlos erscheinende Social Media Content wird dabei geschickt mit antifeministischen Ideen verknüpft und die politische Agenda verschleiert. Eine Rückkehr zu „traditionellen“ Rollenbildern wird dabei als Teil eines entschleunigten Lebensstils benannt, während strukturelle Ungleichheitsverhältnisse geleugnet und „der Feminismus“ zur vermeintlichen Gefahr für „Weiblichkeit“ erklärt wird. TradWives argumentieren dabei häufig aus einer christlich-fundamentalistischen Perspektive und auch organisierte (extrem) rechte Akteurinnen treten online als TradWives in Erscheinung. 
In diesem Vortrag sollen die Gefahren und Charakteristika des Antifeminismus benannt und das Phänomen Tradwife beleuchtet werden. Im Fokus stehen dabei sowohl nationale als auch internationale Akteurinnen, die auf den Plattformen TikTok und Instagram aktiv sind. 

Riot statt Rosen – Feminismus im Spannungsfeld des Kapitalismus.
In dieser Veranstaltungsreihe soll mit vier Vorträgen und zwei Workshops beleuchtet werden, welchen Schwierigkeiten der Feminismus heute ausgesetzt ist. Welchen Einfluss neoliberale Politiken auch auf Feminist*innen selbst haben und wie der Begriff  immer mehr verzerrt wird, um verschwörungstheoretische oder konservative Positionen salonfähig zu machen. Ausgehend von Demo zum feministischen Kampftag, dem 8. März, möchten wir zu einer theoretischen Auseinandersetzung  einladen, welche den Feminismus im Spannungsfeld des Kapitalismus skizziert und damit einhergehende Phänomene wie Identitätspolitiken, neoliberale Diversitätsreformen, Esoterik, Rechtsruck und schließlich die Kapitalisierung der feministischen Bewegung selbst in den Fokus nimmt. Außerdem findet ein Thaibox-Workshop statt, in welchem wir im geschützten Rahmen Selbstverteidigungstechniken lernen wollen. Die zwei Workshops sind mit Anmeldung unter afk_hannover@riseup.net, die Vorträge benötigen keine Anmeldung. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen.
Bis auf den FLINTA* only Selbstverteidigungsworkshop sind alle Veranstaltungen offen für alle Geschlechter.
In Kooperation mit mata

Vortrag: "TradWives: Zwischen Kochrezepten und Antifeminismus" von Mareike Fenja Bauer