Tricoteuses bis Pussy Hats: Stricken zwischen politischer Intervention und Subversion

Datum/Zeit
Sonntag - 14.11.2021
15:00

Veranstaltungsort
Andersraum

Kategorien

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Trotz des großen Strick-Revivals in den 1980er Jahren und Strickcafés in vielen Großstädten seit den 2010er Jahren haftet den Handarbeiten noch immer der Ruf des Verstaubten und Spießigen an. Mit Handarbeiten verknüpfen wir trutschige Oma-Kränzchen und Beschäftigungstherapie für höhere Töchter – brav, bieder, lieblich. Dass in dieser vermeintlich angepassten Tätigkeit großes subversives Potential schlummert, ist jedoch weitgehend unbekannt.

Emma Leiss gibt in ihrem Vortrag Einblicke in die Historie des politischen Strickens und befasst sich mit politischen Akteurinnen, die in einer männlich dominierten Geschichtsschreibung weitgehend unsichtbar geworden sind. Die Reise beginnt bei strickenden Revolutionärinnen, führt zu in Strickstücken

verborgenen Morsecodes und endet in einer klaren Kampfansage an Donald Trump. Soviel wird klar: Sollte das Stricken noch einmal brav, bieder und lieblich daher kommen, dann nur zur Tarnung.

Zu den Coronaschutzmaßnahmen bei Veranstaltungen in Innenräumen:
Es gilt 3G und Maske – sollte es andere Hygienemaßnahmen bei den unterschiedlichen Veranstaltungsorten geben, dann achtet auf Ankündigungen. Für eine höchstmögliche Sicherheit für alle Gäste, empfehlen wir auch Geimpften und Genesenen vorab zu Hause einen Coronaselbsttest zu machen.

— Aus der Reihe “Welcome to the jungle” —