Trans* und Sozialisation – Verhandlung von Geschlecht innerhalb cisnormativer Sozialisation

Datum/Zeit
Montag - 06.12.2021
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
14. OG im Conti-Hochhaus

Kategorien

Eintritt frei

Veranstaltungsräume, Toiletten und ggf. Bar mit dem Rollstuhl erreichbar

binär gegendert



Sozialisation ist per Definition ein normativer Prozess. Uns wird beigebracht, was Geschlecht ist, was welches Geschlecht tut oder eben nicht und wie wir diese Geschlechter treffsicher erkennen. Dabei wird immer noch überwiegend von einem binären Geschlechtermodell ausgegangen, in dem Geschlecht statisch und an biologischen Merkmalen erkennbar ist. Doch wie gehen trans* Personen, die in diesen beigebrachten Denkmustern nicht mitbedacht werden, in ihrem Sozialisationsprozess damit um? Welche Auswirkungen haben normative Annahmen im Sozialisationsprozess und gibt es sowas wie eine “Trans*sozialisation”? Wie brechen trans* Personen mit den anerzogenen Denkmustern und ist eine geschlechtliche Verortung außerhalb der Norm Zeichen einer “gescheiterten” Sozialisation? 
Während die Frage von Sozialisation bei trans* Personen stellenweise bereits theoretisch behandelt wurde, gibt die an diesem Abend vorgestellte Studie erste empirische Einblicke in den Themenbereich. Zum Schluss wird es Raum für Fragen und Diskussionen geben. 
Der Vortrag findet in deutscher Lautsprache statt. Die Präsentation zum Vortrag, so wie die Arbeit können im Anschluss angefragt werden. Die Veranstaltung ist für Menschen jeder geschlechtlichen Verortung offen. Vorwissen ist auf jeden Fall hilfreich, aber kein Muss.
Robin Osterkamp (Kein Pronomen) hat einen Master in Geschlechterforschung und arbeitet als Hilfskraft am Institut für Soziologie der LUH. Robin ist hauptberuflich als Landeskoordination für den Bereich trans* im queeren Netzwerk Niedersachsen e.V. und ehrenamtlich als Vorstandsmitglied im Bundesverband Trans* tätig. Robin ist nicht-binär trans*, weiß und abled.