Täterschutz und Männlichkeitskritik mit Kim Posster

Datum/Zeit
Samstag - 18.12.2021
17:00 - 18:30

Veranstaltungsort

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Eintritt frei



Nicht alle (heterosexuellen, cis-) Männer sind Täter, das stimmt. Aber fast alle Täter bei sexualisierter und sexueller Gewalt sind Männer. Und zwar nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb der Linken. Der Vortrag will sich hier vor allem die Frage nach dem Warum stellen: Warum sind (hetero-cis) Männer in fast allen Übergriffen die Täter? Warum „wissen“ das Männer und ziehen daraus dann aber keine Konsequenzen? Statt konkrete Konzepte gegen Übergriffe zu analysieren, wird es vor allem darum gehen, wie Täterschaft in der „ganz normalen“ Praxis linker Männer (nicht) vorkommt. Mit feministischer Theorie und den eigenen Erfahrungen in „pro_feministischen“ Kontexten soll der alltägliche Täterschutz und die Ersatzhandlungen, die Mann sich dann als „Kritische Männlichkeit“ schönredet, analysiert werden. Was es dagegen braucht, so die These, die wir gemeinsam diskutieren wollen, ist eine organisierte Männlichkeitskritik, die breit und grundlegend von Männern eingefordert werden muss.
Die Veranstaltung findet online statt, der Link folgt.
Kim Posster war über 2 1/2 Jahre in verschiedenen Zusammenhängen aktiv, die Männlichkeit kritisch reflektieren wollten, die er mittlerweile als gescheitert ansieht. Er publiziert zu Profeminismus und organisierter Männlichkeitskritik.