Rojava – Eine alternative zum Kapitalismus

Datum/Zeit
Dienstag - 09.11.2021
17:00

Veranstaltungsort
14. OG im Conti-Hochhaus

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Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl: -

Toiletten, ggf. Umkleideräume: -

Kontakt: -



Rojava ist kurdisch und bedeutet Westen. Gleichzeitig wird der Ausdruck zusammen mit dem gesamten westlichen Gebiet Kurdistans artikuliert. Als im Jahr 2012 die Proteste in Tunesien, Algerien, Ägypten und Syrien anfingen, welches auch als „arabischer Frühling“ bezeichnet wird, gelangten diese an weltweite Aufmerksamkeit und die Kurd:innen im Westen Kurdistans (Nord-Ost-Syrien) beteiligten sich an diese Proteste und begangen mit ihrem „kurdischen Frühling“. Mit den Protesten fordern die Menschen bis heute die Demokratisierung des Landes, die Gleichstellung aller Völker und Religionen und den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft. Aufgrund voriger Kämpfe und Organisierungen der Kurd:innen und im Zuge eines bewaffneten Widerstandes gegen den IS, konnte die kurdische Gemeinschaft in Nord-Ost-Syrien zusammen mit Asyrer:innen und Armenier:innen eine Selbstverwaltung in den Gebieten ausrufen. Diese Selbstverwaltung der Völker ist gekennzeichnet von direkter Demokratie in Kommunen und einer geschlechterbefreiten Gesellschaft, die sich für den Kampf der Frau und den Kampf für eine nachhaltige, ökologische Gesellschaft einsetzt. Durch den Gesellschaftsvertrag vom November 2017, sicherten die Völker schriftlich ihre Perspektive und Gesetze und sprachen sich nochmals gegen das herrschende kapitalistische System aus.

Aktuell wird die Selbstverwaltung in Nord-Ost- Syrien permanent durch Drohnen und islamistischen Söldnern der Türkei angegriffen. 2018 marschierte die Türkei mit ihren eben erwähnten islamistischen Söldnern völkerrechtswidrig in Afrin (einem Kanton westlich der Selbstverwaltung) ein und zerstörten Hektarweise jahrhundertealte Olivenbäume und halten bis heute die Zivilbevölkerung dort als Geisel. Die Angriffe dauern bis heute an und haben 2019 neue Ausmaße erreicht. So wurden weitere Kantone der Selbstverwaltung 2019 mit Einverständnis der NATO angegriffen und eingenommen.

Zu den Coronaschutzmaßnahmen bei Veranstaltungen in Innenräumen:
Es gilt 3G und Maske – sollte es andere Hygienemaßnahmen bei den unterschiedlichen Veranstaltungsorten geben, dann achtet auf Ankündigungen. Für eine höchstmögliche Sicherheit für alle Gäste, empfehlen wir auch Geimpften und Genesenen vorab zu Hause einen Coronaselbsttest zu machen.

— Aus der Reihe “Welcome to the jungle” —