Dienstag - 10.03.2026, 19:00 - 21:00
UJZ Korn
Eintritt: keine Angabe
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl: Veranstaltungsräume, Toiletten und ggf. Bar mit dem Rollstuhl erreichbar
Toiletten, ggf. Umkleideräume: aufgeteilt nach flinta*-only und all-gender
Kontakt: keine Angabe
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Vortrag + Diskussion:
Rechte Gewalt in Niedersachsen
in den 80er & 90ern – und der Widerstand dagegen
Dienstag, 10. März, 19 Uhr | UJZ Kornstraße
Bereits vor den „Baseballschlägerjahren“ der 1990er Jahre entwickelte sich rechte Gewalt in einigen Regionen Niedersachsens zu einem Alltagsphänomen.
Besonders neonazistische Organisationen wie die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP) und rechte Skinheads versuchten ab Mitte der 1980er Jahre, öffentliche Räume mit ihren nationalistischen Vorstellungen zu dominieren. Sie knüpften dabei an rassistisch geprägte Debatten um Flucht und Asyl an, die – ähnlich wie in den letzten Jahren – eine zentrale politische Auseinandersetzung in der damaligen Bundesrepublik darstellten.
Die vor allem von Neonazis getragene rechte Gewalt blieb aber nicht ohne Widerspruch. Antifaschistische Bündnisse, Nachbar*innen auf dem Land oder türkeistämmige Migrant*innen wehrten sich mit unterschiedlichen Mitteln. Daher blieben – trotz der wachsenden Gewalt, die auch Todesopfer forderte – die Kräfteverhältnisse für Neonazis ungünstig.
In dem Vortrag wird anhand lokaler Beispiele aus Hannover und Südniedersachsen die Entwicklung der extremen Rechten vor und kurz nach der deutschen Einheit genauer betrachtet. Es wird dargelegt, wo und wie in erster Linie Neonazis Angsträume kreierten, aber auch Niederlagen erlitten. Die damalige (anti-)nazistische Praxis wird schließlich mit den jüngsten Formierungserfolgen der extremen Rechten verglichen. Es soll diskutiert werden, was aus den historische Beispielen für eine heutige antifaschistische Praxis folgt.
Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover
Dienstag, 10. März, 19 Uhr | UJZ Kornstraße