ORG

Datum/Zeit
Samstag - 29.04.2017
20:30

Veranstaltungsort
Kino im Sprengel

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von Fernando Birri, Italien 1967-78, 177 min., OmU, digital
mit Mario Girotti, Lidja Juracik u.a.

Kurztext: Fernando Birris Film, entstanden im italienischen Exil, gibt einen Überblick über die experimentellen, ästhetischen und politischen Strömungen der 1970er Jahre.

ORG ist ein monströser, knapp dreistündiger Film, der seit seiner Uraufführung beim Festival von Venedig 1979 äußerst selten gezeigt wurde. Der heute 91-jährige Regisseur Fernando Birri, Dichter, Maler, Lehrer und Gründer von Filmschulen, gilt seit seinem Debütfilm TIRE DIÉ als eine zentrale Figur des lateinamerikanischen Kinos. Für Birri war der Film das Ergebnis seiner italienischen Exilerfahrung: “Der Film ORG ist ein Alptraum mit geschlossenen Augen, weil er zu den schrecklichsten Augenblicken meines Lebens zählt, zu meinem zweiten Exil, das sehr lange dauerte.” Die Geschichte von ORG basiert auf einer antiken indischen Legende, die auch Thomas Mann in seiner Erzählung “Die vertauschten Köpfe” aufgegriffen hat. Vor allem aber ist der Film ein Wahrnehmungsexperiment mit über 26.000 Schnitten und knapp 700 Tonspuren.
Teils finanziert vom Hauptdarsteller Mario Girotti, auch bekannt als Terence Hill, ermöglicht ORG einen kaleidoskopartigen Einblick in die experimentellen, ästhetischen und politischen Strömungen der 1970er Jahre. (Volker Pantenburg)

Fernando Birri wurde 1925 als Nachkomme italienischer Auswanderer in Argentinien geboren. Er studierte Filmregie in Rom, kehrte 1956 nach Argentinien zurück und gründete in seiner Geburtsstadt Santa Fe de la Vera Cruz das Instituto de Cinematografía de la Universidad del Litoral, die erste Filmschule Lateinamerikas. Er gilt als einer der Begründer des Neuen Lateinamerikanischen Kinos.

Eintritt 5 Euro, HannoverAktivPass 2,50 Euro