MISS HOKUSAI (Sarusuberi)

Datum/Zeit
Freitag - 02.09.2016
20:30

Veranstaltungsort
Kino im Sprengel

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von Keiichi Hara, Japan 2015, 99 min., digital
nach dem Manga Sarusuberi von Hinako Sugiura

Der Animationsfilm – eine Adaption des wundersamen Mangas Sarusuberi – erzählt nur nebenbei vom berühmten Künstler Hokusai und rückt stattdessen seine eigenwillige Tochter ins Zentrum.

Edo, das heutige Tokyo, ist auch schon 1814 eine der am dichtesten bevölkerten Städte der Welt. Dort lebt der Künstler Tetsuzo. Unermüdlich arbeitet er aus seinem chaotisch vermüllten Wohnatelier für Auftraggeber aus dem ganzen Land. Stets an seiner Seite: Die 23-jährige Tochter O-Ei, die das Talent und den Starrsinn des Vaters geerbt hat.
Jahrzehnte später: Künstler wie Degas, Monet, Debussy und Baudelaire sind fasziniert vom Talent des Japaners und machen ihn in Europa bekannt – unter seinem bis heute gebräuchlichsten Pseudonym: Hokusai. Bis dato wissen die Wenigsten um die Frau, die Zeit ihres Lebens Hokusai assistierte und viel zu seinem Werk beitrug – ohne je dafür erwähnt oder gewürdigt zu werden. Der Film – wie der Manga – porträtiert nicht Meister Hokusai, sondern seine älteste, eigenwillige Tochter O-Ei. Von ihr als historischer Figur weiß man so gut wie gar nichts. Deshalb kann sich der Film ordentlich austoben. In losen, wunderbar animierten Episoden entwickelt MISS HOKUSAI einen erstaunlichen Blick auf die aufmüpfige junge Frau.

Eintritt 5 Euro, HannoverAktivPass 2,50 Euro