Migrantischer Feminismus: Austausch und Buchvorstellung


Dienstag - 30.06.2026, 18:00 - 20:00
Kargah e.V.
Eintritt: Eintritt frei
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl:
Toiletten, ggf. Umkleideräume:
Kontakt: keine Angabe
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Die 1980er-Jahre werden oft als „stille Zeit“ des Feminismus in Deutschland angesehen, doch tatsächlich markierten sie einen Höhepunkt der politischen Selbstorganisierung von Migrantinnen, Schwarzen Frauen, Sinti:zze und Romn:ja sowie exilierten und jüdischen Frauen in der Bundesrepublik. Bei der Konferenz  „Sind wir uns denn so fremd?: ausländische und deutsche Frauen im Gespräch“ 1984 eroberten Frauen den Raum, um offen über ihre Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen zu sprechen. Weiße deutsche Frauen wurden mit ihrem eigenen Rassismus konfrontiert – eine Erkenntnis, die damals viel Widerstand hervorrief und letztlich zum Bruch in der Bewegung führte.

Die Soziologinnen Pinar Tuzcu und Encarnación Gutiérrez Rodríguez haben in ihrem Buch „Migrantischer Feminismus in der Frauen:bewegung in Deutschland (1985-2000)“ mit Aktivist:innen der damaligen Zeit gesprochen und Archivmaterial ausgewertet. Bei unserer Veranstaltung werden sie aus ihrem Werk vorlesen und anschließend im gemeinsam Gespräch mit einer Vertreterin von kargah e.v. untersuchen, welche Entwicklungen und Auswirkungen aus dieser Zeit bis heute nachhallen. Welche Veränderungen hat die feministische Bewegung seither erlebt? Und wie würde ein solcher Kongress in der heutigen Zeit verlaufen? Wären ähnliche Konflikte denkbar?

Seid dabei am Dienstag, den 30.06.2026 um 18:00 Uhr bei kargah e.V. – wir freuen uns auf einen spannenden Austausch und eure Perspektiven!