Hannover selber machen


Donnerstag - 15.01.2026, 19:00 - 21:00
Baukasten-Cafe
Eintritt: keine Angabe
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl:
Toiletten, ggf. Umkleideräume:
Kontakt: keine Angabe
iCal-Export: iCal

Unsere Initiative hat sich anläßlich des Bekanntwerdens der Planung für eine Tech-Factory auf dem Gelände des wegziehenden Nordstadtkrankenhaus gegründet.
Statt eine Planung über unsere Köpfe hinweg zu erdulden, wollen wir aktiv mitbestimmen, wie wir unsere Stadt verändern können.
Wir wollen die Gentrifizierung und Verdrängung aus der Nordstadt stoppen und auf dem Gelände einen Beitrag für „Wohnraum für alle“ entstehen lassen.
Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass auf dem Gelände des Nordstadtkrankenhaus ein Quartier entsteht, wo Wohnen gemeinwohlorientiert, also ohne Profite mit der Miete gestaltet wird. Dazu sammeln wir in einem ersten Schritt Ideen für das Gelände und organisieren uns, um die Öffentlichkeit zu informieren und zu aktivieren.

Gerne wollen wir uns mit anderen Initiativen vernetzen.

Neue Mitmachinteressierte sind stets willkommen!
Immer den 3. Donnerstag im Monat treffen wir uns im Baukasten-Cafe.

Am: 18.12 gibt es ein „Onboarding“ d.h. wenn ihr neu seid, kommt schon um 18:30 und es gibt einen kurzen Input über alles was bisher geschah und wie ihr mitmachen könnt!

Kontakt: hannover_selber_machen[ät]systemli.org

Als erste Anforderungen für die Entwicklung des Geländes haben wir folgende sieben Punkte formuliert:

Unsere Anforderungen:
1. Nutzungsmix nach gesellschaftlichen Bedarfen planen!
Wir wollen ein gemischtes WOHNquartier! Wir brauchen in Hannover/in der Nordstadt mehr (bezahlbaren) Wohnraum. Das Gelände soll Nutzungsmix mit Priorität Wohnen bekommen (abhängig von Gebäudepotenzialen)
2. Kein (Aus)Verkauf von Gebäuden/Grundstücken!
Alles soll in öffentlicher Hand bleiben. Ausnahmen wären für gemeinwohlorientierte Träger (Genossenschaft, Mietshäusersyndikat) denkbar. Auch Erbpachtmodelle überlegenswert.
3. Wohnen zu 100% gemeinwohlorientiert organisieren!
Keine Profite mit Miete! Wohnen soll ausschließlich in gemeinwohlorientierter Trägerschaft organisiert werden.
4. Klimagerechtigkeit berücksichtigen!
Jeglicher Abriss wäre kritisch zu hinterfragen: Ausnahmen nur mit Klimabilanzierung und neutraler Expertise. Für die Nutzung: Klimagerechtigkeits-anforderungen berücksichtigen!
5. Beitrag zum Wohnraum für alle!
Es ist Platz für vielfältige Nutzer*innengruppen. Priorität: alles was Wohnungsknappheit in der Nordstadt begegnet. Menschen ermöglichen im Stadtteil zu bleiben.
6. Gentrifizierung in der Nordstadt stoppen!
Eine zahlungskräftige Nachfragesteigerung durch eine Tech-Factory würde Verdrängung in der Nordstadt befeuern. Stattdessen: kommunale Möglickeiten zum Bremsen von Gentrifizierung nutzen (=> endlich Soziale Erhaltungssatzung (Millieuschutz) !!!).
Platz für gemeinwohlorientierte Kultur/Soziales.
7. Echte Beteiligung!
… statt Alibi-Beteiligung. Startpunkt: ehrliche Potenzialanalyse der Gebäude / transparente Zeitplanung und Abwägungsprozesse. Bei Differenzen zu Sacheinschätzungen muss neutrale Expertise abrufbar sein. Zur Klärung wäre eine Einwohner*innenbefragung eine gute Option.