Gegen jeden Antisemitismus

Datum/Zeit
Samstag - 22.05.2021
16:00

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Eintritt: -

Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl: -

Toiletten, ggf. Umkleideräume: -

Kontakt: -



Innerhalb der vergangenen Wochen erleben wir einen rasanten Anstieg antisemitischer Äußerungen und Taten. Ob auf der Straße, per Telefon oder Online: Jüd*innen und Juden sind in Deutschland massivsten Anfeindungen ausgesetzt. Dies zeigte sich u.a. in Anschlägen auf Synagogen, Drohnachrichten oder auf Demonstrationen, die sich als „pro-palästinensisch“ ausgaben, dabei jedoch vor allem anti-israelischer Natur waren. Dort wurden immer wieder eindeutig antisemitische Parolen gerufen und Plakate gezeigt, teilweise wurden Israelfahnen verbrannt.

Die anti-israelischen Demonstrationen vereinen dabei unterschiedliche Lager: vermeintlich oder tatsächlich humanistisch motivierte Demonstrant*innen protestieren Seite an Seite mit türkischen Faschist*innen der Grauen Wölfe und Islamist*innen, die meist besonders lautstark auftreten.
Antisemitismus fand dort nicht am Rande statt, sondern verbindet in seiner israelbezogenen Form auch unterschiedliche Lager.

Der israelbezogene Antisemitismus zielt dabei im Kern auf die Vernichtung des israelischen Staates und von Jüd*innen und Juden. Dies zeigen nicht nur der Raketenterror der Hamas, sondern auch die Angriffe auf Jüdische Gemeinden weltweit, das Verbrennen von Israelfahnen oder antisemitische Kampfparolen auf Demonstrationen.
Ihm muss mit derselben Entschlossenheit entgegengetreten werden wie auch jeder anderen Form des Antisemitismus.

Antisemitismus jedoch als „importiertes Problem“ darzustellen, wie dies teils derzeit geschieht, und somit rassistische Denkmuster zu bedienen, ist dabei jedoch nicht die Lösung. Dies verstellt den Blick auf Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches Problem – unser Kampf gilt jedem Antisemitismus.

Wir möchten auf unserer Kundgebung keine Nationalflaggen, außer der israelischen.