Friederike Beier – Staat MACHT Geschlecht

Datum/Zeit
Freitag - 27.01.2023
18:00

Veranstaltungsort
UJZ Korn

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Friederike Beier – Staat MACHT Geschlecht: Einführung in materialistische und queer-feministische Staatstheorien

 

Queer-feministische Staatstheorien beschäftigen sich mit der Frage, wie der Staat Geschlecht und Heteronormativität konstruiert und wie Geschlechterverhältnisse gleichzeitig im Staat eingeschrieben sind. Der Staat stellt also Geschlecht her und ist zudem selbst vergeschlechtlicht. Materialistisch-feministische Ansätze beschäftigen sich vorrangig mit den materiellen Grundlagen von Geschlechterverhältnissen im Kapitalismus. Die Trennung zwischen Produktion und Reproduktion, auf der der Kapitalismus basiert und letzteres abwertet, bildet demnach die Grundlage von Geschlechterungleichheit.

 

Eine materialistisch queer-feministische Staatskritik bringt beide Ansätze zusammen. Sie versteht im Anschluss an materialistische Staatstheorien den Staat nicht als reines Anhängsel des Kapitals, sondern als soziales Verhältnis. Somit werden auch die Reproduktionsverhältnisse, also die Bedingungen unter denen die Gesellschaft reproduziert und Sorgearbeit geleistet wird, vom Staat gestaltet und aufrechterhalten. Die binäre Konstruktion von Geschlecht dient demnach der Aufrechterhaltung der Reproduktionsverhältnisse. Der Vortrag führt in die Grundlagen einer materialistisch queer-feministischen Staatstheorie ein und zeigt durch das Beispiel der Vereinten Nationen wie re_produktive und feminisierte Arbeit abgewertet und dabei Geschlecht hergestellt wird.

zur*m Referent*in: Friederike Beier forscht, lehrt und publiziert zu materialistischem Feminismus, sozialer Reproduktionsarbeit und der globalen Regierung durch Zahlen. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und schreibt ihre Dissertation über die Quantifizierung und Regierung re_produktiver Arbeit im internationalen Kontext. Sie hat eine Tochter und lebt in Berlin.

 

Bitte kommt getestet.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Feminismus AG des AStA im Rahmen der Reihe Uni_Sex – Hochschultage über das Geschlechterverhältnis und darüber hinaus. Das gesamte Programm findet ihr, wenn ihr hier auf die Kategorie uni_sex klickt und demnächst auf der Webseite des AStA: https://www.asta-hannover.de/portfolio-item/uni_sex-hochschultage/. Up to date bleibt ihr, wenn ihr dem AStA auf Instagram: @asta_unihannover und auf Telegram: @astahannoverbildung folgt.

Wir sehen uns am 27.01. um 18 Uhr im UJZ Kornstraße.