DAS JAHR DER ENTDECKUNG (El año del descubrimiento)

Datum/Zeit
Freitag - 27.01.2023
19:00

Veranstaltungsort
Kino im Sprengel

Kategorien

Eintritt: kostet was

Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl: Veranstaltungsräume, Toiletten und ggf. Bar mit dem Rollstuhl erreichbar

Toiletten, ggf. Umkleideräume: unisex

Kontakt: -



DAS JAHR DER ENTDECKUNG (El año del descubrimiento)

von Luis López Carrasco, Spanien/Schweiz 2020, 200 min., O.m.U., digital

* Rückblick auf einen Arbeiteraufstand in der spanischen Stadt Cartagena im Jahr 1992, dem Jahr der Olympischen Spiele von Barcelona und der Weltausstellung in Sevilla.

 

1992 wurde Spanien dank der Olympischen Spiele in Barcelona und der Weltausstellung in Sevilla zum internationalen Schaufenster. Es zeigte sich weltoffen und modern. Doch gab es tiefe Risse, die – von der Regierung und den Medien weitgehend totgeschwiegen – in einigen Teilen des Landes zur Explosion führten, wie etwa in Cartagena, dem Schauplatz des Films, wo Arbeiterproteste aufgrund der schweren Industriekrise, der Schließungen von Fabriken und Massenentlassungen mit dem Brand des murcianischen Parlaments endete.

López Carrasco konfrontierte Zeitzeugen in Cartagena mit den damaligen Ereignissen. Eine gewöhnliche Cafetería-Bar schien dem Filmemacher der geeignetste Ort, um über die kollektiven Probleme der Arbeiterschaft zu reden. Über 200 Filmminuten wird so die jüngste Geschichte Spaniens beleuchtet und werden alte und aktuelle soziale und politische Debatten in Spanien erörtert, von der Jugendarbeitslosigkeit über den Aufstieg der extremen Rechten und die Migration bis zur aktuellen Rolle der Gewerkschaften. Die geteilte Leinwand, durchgehendes formales Element des Films, erlaubt es den Zuschauer*innen, die Komplexität der Eindrücke auch visuell mitzuvollziehen.

Luis López Carrasco (Jahrgang 1981) ist Filmemacher, Autor und Bildender Künstler. 2008 war er Mitbegründer des Filmkollektivs Los Hijos. DAS JAHR DER ENTDECKUNG ist sein zweiter Langfilm als alleiniger Regisseur und gewann zahlreiche Preise.

In Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes Madrid und dem Bundesverband der Kommunalen Kinos