Bürgerprotest stoppen!

Datum/Zeit
Montag - 31.10.2016
19:00

Veranstaltungsort
Georgsplatz

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Am 31. Oktober wollen wieder „besorgte BürgerInnen“ und Neonazis in Hannover als „Bürgerprotest“ auf die Straße gehen und ihr menschenverachtendes Weltbild verbreiten. Dabei handelt es sich um den direkten Nachfolger von „Hagida Hannover“, einem Pegida-Ableger.

Mehrfach waren bei diesem „Bürgerprotest“ auch bekannte Neonazis zu sehen und auch ganze Gruppen von dem Hogesa-Nachfolger und mit gewaltbereiten Hooligans durch setzten, „Gemeinsam Stark Deutschland” (GSD)“. Es handelt sich also keinesfalls um einfache BürgerInnen, die hier demonstrieren wollen und auch ihre Inhalte zeigen dies deutlich. So werden die Neo-Nazi-AngreiferInnen, die Geflüchtete in Bautzen attackierten, als „mutige Männer“ und „Helden“ bezeichnet und zur Nachahmung aufgerufen. Geflüchtete sind für diese nichts Anderes als „Invasoren“ und sie träumen davon, in einem rassistischen „Volksaufstand“ den „Bundestag zu stürmen“.

Gerade die starken Proteste in der Vergangenheit gegen „Hagida“ führten dazu, dass keine größeren Massen sich diesen anschlossen. Damit bleibt eine kleine, aber gefährliche Gruppe alle zwei Wochen unter sich und radikalisiert weiter ihre Fremdenfeindlichkeit.
Diese hat sich als ein Katalysator für Ereignisse in der deutschen Politik und Zivilgesellschaft herausgestellt: täglich werden Geflüchtetenunterkünfte sowie deren BewohnerInnen angegriffen und damit noch mehr traumatisiert.

Auf dieser Basis werden immer neue Asylrechtsverschärfungen durchgeführt, obwohl nur eine geringe Menge lauter Schreihälse diese fordert. Damit werden die Stimmen von mehr als 9 Millionen Menschen ignoriert, welche sich ehrenamtlich in der Geflüchtetenhilfe engagieren. Es kann nicht im Interesse von uns Allen sein, wenn Geflüchtete wieder in Kriegsregionen abgeschoben werden.

Und ganz nebenbei wird es geradezu sträflich vernachlässigt, wesentliche Fragen einer friedlichen Gesellschaft anzugehen: Beendigung aller Bundeswehreinsätze sowie keine Einsätze im Inneren, Stopp aller Rüstungsexporte, aber auch die gemeinschaftliche Ausfinanzierung von Bildung und ÖPNV, die Schaffung von Transparenz auf allen Ebenen, die Anhebung des Mindestlohns ohne Ausnahmen, auf ein Maß, das zum Leben reicht, die Reduzierung und Umverteilung von Arbeitszeit, die Förderung sozialer Berufe. Das betrifft uns Alle und zwar nicht erst seit gestern, wie es uns rassistische Mobs und Politiker vieler Parteien deutlich machen wollen.
Setzen wir unsere sozialen Forderungen dem dumpfen Rassismus des Bürgerprotestes entgegen und kämpfen gemeinsam für eine bessere Gesellschaft anstatt für eine rassistische Welt voller Kriege und Ungerechtigkeiten!

Machen wir gemeinsam, diesen Versuch, Rassismus und Nationalismus auf Hannovers Straßen zu verbreiten, zu einem einzigen Desaster!

Aufruf: https://jgrhannover.wordpress.com/2016/10/26/aufruf-gegen-den-buergerprotest-am-31-10-16/