Antifeminismus

Datum/Zeit
Donnerstag - 11.11.2021
19:00

Veranstaltungsort
14. OG im Conti-Hochhaus

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Der Widerstand des Patriarchats gegen seine Überwindung ist groß. Seit Frauen und Queers für ihre Gleichheit kämpfen, gibt es auch Widerstände dagegen. Während Feminismus die »Natur« als zentrale Referenz zur Begründung des Patriarchats infrage stellt, zeichnet sich Antifeminismus als Gegenbewegung durch den Glauben aus, die Menschheit bestehe natürlicherweise aus zwei charakterlich unterschiedlichen Gruppen, die einen männlich, die anderen weiblich, und die männliche Gruppe sei der anderen an (Charakter-)Stärke überlegen. Dieser Glauben zeigt sich gerade in letzter Zeit wieder deutlich bei rechten Gruppierungen, die versuchen, Feminismus und geschlechterpolitische Errungenschaften zu diskreditieren. Doch nicht nur offen frauenverachtende Maskulinisten und queer- und trans-feindliche AfD-Anhänger*innen wollen an der patriarchalen Geschlechterordnung festhalten. Der Antifeminismus reicht bis weit in die Mitte der Gesellschaft: Von katholischen Abtreibungsgegner*innen über Feuilleton-Journalist*innen, die sich über „cancel culture“ beschweren, bis in manch vermeintlich linkes Lager.

Dr. Carolin Wiedemann ist Journalistin und Soziologin. Sie forscht an der Humboldt Universität Berlin und schreibt u.a. für die FAZ, analyse&kritik und das Missy Magazine über Geschlechterverhältnisse, Migrationspolitik und digitalen Kapitalismus. Im Januar erschien ihr Buch „Zart und frei. Vom Sturz des Patriarchats“ bei Matthes&Seitz Berlin.

Zu den Coronaschutzmaßnahmen bei Veranstaltungen in Innenräumen:
Es gilt 3G und Maske – sollte es andere Hygienemaßnahmen bei den unterschiedlichen Veranstaltungsorten geben, dann achtet auf Ankündigungen. Für eine höchstmögliche Sicherheit für alle Gäste, empfehlen wir auch Geimpften und Genesenen vorab zu Hause einen Coronaselbsttest zu machen.

— Aus der Reihe “Welcome to the jungle” —