Antifaschistische Gedenkkundgebung zum 7.Oktober


Dienstag - 07.10.2025, 16:00 - 19:00
Weißekreuzplatz
Eintritt: Eintritt frei
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl:
Toiletten, ggf. Umkleideräume:
Kontakt: keine Angabe
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Antifaschistisches Gedenken am 7. Oktober

7.10.2025 – 16 Uhr – Weißekreuzplatz Hannover

Zwei Jahre nach dem Massaker des 7. Oktobers möchten wir zu einer explizit antifaschistischen und (queer-)feministischen Kundgebung einladen, um unserer geteilten Trauer Raum zu geben.
Trauer über die seither verlorenen und entführten Leben, Trauer über antisemitische Entgrenzungen, den Status quo des Kriegszustandes, allgemein Trauer über die Zukunftsverfinsterung der letzten Jahre. Den 07. Oktober 2025 nehmen wir zum Anlass, Betroffenen zuzuhören.
Wir werden an diesem Tag allen Opfern des 7. Oktobers gedenken. Den Opfern des Massakers, der Geiselnahmen und weiteren Opfern des islamistischen und nationalistischen Todeskults. Wir werden diesen Tag auch nutzen, um uns für die Anerkennung der Bedeutung des
7. Oktobers für die jüdische Community weltweit und der israelischen Gesellschaft einzusetzen und unsere Solidarität mit den Angehörigen und ihren Kämpfen zum Ausdruck zu bringen.
In Gedanken sind wir auch bei den palästinensischen Zivilist_innen, die in diesem Krieg getötet worden sind und bei den Palästinenser_innen, die unter einer sich konstant verschlimmernden Hungersnot, Kriegsverletzungen, mangelnder medizinischer Versorgung und dem Verlust des eigenen Zuhauses und weiteren Vertreibungsbedrohungen seitens der israelischen Regierung leiden.
Zugleich möchten wir zu diesem Anlass auch unserer solidarischen Hoffnung und antifaschistischen Lebensverteidigung Ausdruck verleihen und damit eine grundsätzliche Antwort auf alle Ideologien der Lebensvernichtung formulieren.
Für uns als Antifaschist_innen ist klar:
Opfer antisemitischer und islamistischer Gewalt haben unsere uneingeschränkte Solidarität.
Wir sind bei den Toten, Überlebenden und Angehörigen aus Kibuzzim wie Nachal und Nir Oz, aus Be‘eri und Kfar Aza, aus Kissufim und Holit, genauso wie bei den Menschen, die beim Nova- Festival zusammengekommen sind und das Leben feiern wollten.
Wir wollen an diesem Tag gemeinsam erinnern, trauern, gedenken, Kerzen und Blumen nieder- legen, innehalten, Betroffenen zuhören und ihren Perspektiven Raum geben.
Gerade in Zeiten der sich anhäufenden Krisen benötigt es geteilte Sphären der Emotionalität, die nicht unter Beschuss stehen. Solidarische Zusammenkünfte, die kollektiv Angegriffenen und Bedrohten nicht jede Art menschlicher Regung und Reaktion verweigern, sondern sie unterstützen. Auch wir als antifaschistische Linke bedürfen solidarischer Räume und Gelegenheiten, in denen Verletzlichkeit willkommen ist und Schmerz- und Verlusterfahrungen betrauert werden können. Ohne solch eine kollektive Trauerarbeit schwindet auch das lebensbejahende Potential, aus der sich Kraft und Hoffnung für unsere notwendigen Kämpfe schöpfen lassen. Und notwendig bleibt es, gegen politische und zeitgeistliche Widrigkeiten, gegen Antisemitismus sowie alle anderen Menschenfeindlichkeiten einzustehen. Immer notwendiger wird es, islamistischen wie faschistischen Kräften den Kampf anzusagen, ihren Vormarsch zurückzudrängen.
Als Antifaschist_innen und (Queer-)Feminist_innen möchten wir am 7. Oktober jeder Ideologie der Lebensfeindlichkeit einen Moment der Solidarität mit Jüdinnen_Juden, mit islamistisch und faschistisch Verfolgten entgegenstellen. Wir wollen für eine befreite Gesellschaft der Zukunft einstehen – eine Gesellschaft, in der wir ohne Angst so verschieden sein dürfen, dass wir Gleiche werden können – und die Zuversicht stärken, dass solch eine Gesellschaft gegen die Grausamkeiten der herrschenden Verhältnisse möglich ist. Wir wollen also an diese eine Gewissheit der Antifaschist_innen erinnern:
„Für das Leben, gegen den Tod.“
Wir wünschen uns ein würdevolles Gedenken. Bringt gerne Kerzen mit!

 

Solidarity Unlimited – antiautoritäres Bündnis gegen Antisemitismus


Antifaschistische Gedenkkundgebung zum 7.Oktober