Samstag - 17.01.2026, 20:00 - 22:00
Kino im Sprengel
Eintritt: keine Angabe
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl:
Toiletten, ggf. Umkleideräume:
Kontakt: keine Angabe
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Vor 30 Jahren starben 10 Menschen beim Lübecker Brandanschlag:
Tot in Lübeck – Ein RosaMars-Film mit Dietrich Kittner und der „Lübecker Moritat“
von Katharina Geinitz und Lottie Marsau, Deutschland, 2002, 107 Min. Mit Dietrich Kittner
Der Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in der Lübecker Hafenstraße 52 am 18. Januar 1996 ist nie aufgeklärt worden. Zehn Menschen sind verbrannt und viele andere verletzt und traumatisiert worden. Und weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte im feinen Lübeck, begann in den folgenden Jahren ein Aktenberge produzierendes Verwirrspiel um die Wahrheit, das bis heute nicht beendet ist.
TOT IN LÜBECK wartet nicht mit neuen Enthüllungen auf, sondern geht die Sache aus unterschiedlichen Perspektiven an: Von Seiten des Generalstaatsanwalts, der in seinem beredten Versuch, die angebliche Nicht-Aufklärbarkeit zu rechtfertigen, mehr enthüllt, als er je zu verbergen vermocht hätte. Von Seiten der Anwältin, die in ruhigem Ton von den haarsträubenden Einseitigkeiten und Widersprüchlichkeiten der Ermittler erzählt. Und von Seiten des Kabarettisten, der in seiner „Lübecker Moritat“ bitteren Spott über das makabre Schauspiel deutscher Befindlichkeiten ergießt. So lässt TOT IN LÜBECK die spechenden Geister und Ungeister, die aus diesem Haus des Schreckens gekrochen sind, langsam und nachhaltig auf die Betrachter einwirken, bis diese wissen, dass das Verschwinden und die Verschleierung der Wahrheit selbst Teil der Wahrheit über die Lübecker Hafenstraße ist.