Zur gesellschaftlichen Herstellung biologischen Geschlechts

Datum/Zeit
Freitag - 04.11.2016
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Andersraum

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Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Heinz Jürgen Voß

Biologisches Geschlecht erscheint vielen als „sicher“, als „natürlich“ im Sinne von vorgegeben und unabänderlich. Das ist es nicht. Auch bei den derzeitigen biologischen Konzepten über Geschlecht – genauso wie bei den historischen – handelt es sich um Theorien. Sie sind Resultat einer gesellschaftlichen Ordnung, die zwei Geschlechter unterscheidet – und die in der Bundesrepublik Deutschland noch immer nicht vor menschenrechtsverletzender Gewalt zurückschreckt, wenn es darum geht, eindeutig „weiblich“ oder „männlich“ herzustellen. Heinz-Jürgen Voß wird uns darlegen, dass mit den aktuellen biologischen und medizinischen Theorien über Geschlecht viele Geschlechter erklärbar sind, mehr als nur zwei oder drei.

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß: Jg. 1979, Studium der Diplom-Biologie, Promotion zur gesellschaftlichen Herstellung biologischen Geschlechts. Professur für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg und Leitung des Forschungsprojekts Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung. Forschungsschwerpunkte sind Sexualwissenschaft, biologisch-medizinische Geschlechtertheorien, Geschichte und Ethik der Medizin und Biologie, queer-feministische und kapitalismuskritische Theorien.

Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem FMGZ e.V. Region Hannover, der Stiftung Leben & Umwelt und dem Queeren Gesundheitsnetz Hannover.