Aufruf zur Demonstration zum 7. Jahrestag des Anschlags in Halle


Freitag - 09.10.2026, 17:00
Halim-Dener-Platz
Eintritt: keine Angabe
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl:
Toiletten, ggf. Umkleideräume:
Kontakt: keine Angabe
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Wir wollen am 09.10.26 unsere Trauer und Wut auf die Straße tragen. Trauer und Wut darüber, dass an diesem Tag vor sieben Jahren ein von Antisemitismus, Rassismus und Frauenhass getriebener Attentäter in Halle zwei Menschen getötet und weitere verletzt hat.

Trauer und Wut über den immer mehr entgrenzten Antisemitismus.
Trauer und Wut über den rassistischen Normalzustand überall in der Gesellschaft.
Trauer und Wut über misogyne und queerfeindliche Gewalt.

Rassimus, Sexismus und Antisemitismus sind Ideologien der Herrschaft des Menschen über den Menschen. Wir lassen nicht zu, dass unsere Betroffenheiten gegeneinander ausgespielt werden. Der Kampf um eine Gesellschaft ohne Herrschaft ist kein rebellischer Traum, sondern eine schlichte Notwendigkeit, damit wir alle in Würde, Sicherheit und Freiheit leben können.

Diese Ideologie des Täters von Halle ist zwar die mörderischste Extremform bürgerlich-männlicher Subjektbildung im Kapitalismus, jedoch aus der Gesellschaft entstanden. Auch die Linke ist Teil dieses gesellschaftlichen Prozesses. Hier bedarf es einer radikalen, solidarischen Kritik. Ob bei männerbündigen, antisemitischen, rassistischen oder queer*feindlichen Teilen der radikalen Linken.

Wir rufen euch auf gemeinsam und offensiv mit uns auf die Straße zu gehen.

Mit unserer Wut, mit unserer Trauer.
In Gedenken an Jana und Kevin.