Rechte Sprach- und Symbolpolitik


Montag - 28.07.2025, 18:00
14. OG im Conti-Hochhaus
Eintritt: keine Angabe
Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl:
Toiletten, ggf. Umkleideräume:
Kontakt: keine Angabe
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Die Extreme Rechte ist weltweit auf dem Vormarsch. In nicht wenigen Ländern sind sie bereits in Regierungsverantwortung und auch da, wo sie es noch nicht sind, prägen sie maßgeblich öffentliche Debatten und Politiken. Wurde Trumps erste Amtszeit noch mehrheitlich skeptisch beäugt – nicht zuletzt seiner erratischen Ausfälle und der überwiegend stumpfen Kulturkampfrhetorik wegen – spielen hierzulande auch viele (ehemalige) Liberale und Konservative eine ähnliche Leier und gehen damit den Rechten auf den Leim. Diese sprechen schon lange von einem ‚Kampf um die Köpfe‘ oder einem ‚geistigen Bürgerkrieg‘. Ihr ‚metapolitisches Kampffeld‘ begrenzt sich nicht auf die Etablierung von Begriffen wie Remigration und Verschiebungen der mittlerweile populär gewordenen ‚Grenze des Sagbaren‘. Sie deuten aktiv Geschichte zu ihren Gunsten um: Auf das man 2025 in allen deutschen Leitmedien diskutiert, ob der Nationalsozialismus nicht vielleicht doch ne linke Veranstaltung war.

Mit Volker Weiss wollen wir einen genaueren Blick auf einige dieser rechten Sprach- und Symbolpolitiken werfen.

Volker Weiss ist Historiker und Publizist. Er forscht und schreibt seit vielen Jahren zur extremen Rechten. Sein 2017 erschienenes Buch „Die autoritäre Revolte“ gilt mittlerweile als Standartwerk über die Strömung der sogenannten ‚Neuen Rechten‘. In seiner aktuellen Publikation „Das deutsche demokratische Reich. Wie die extreme Rechte die Geschichte und Demokratie zerstört“ (2025) analysiert er aktuelle rechte Debatten und ihre Geschichts(um-)deutung.


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