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 ne-auseinandersetzungen-um-eu-migration/
SUMMARY:Umkämpfte Stadtbürgerschaft: Urbane Auseinandersetzungen um EU-Mi
 gration
DESCRIPTION:Vortrag von Lisa Riedner\nViele deutsche Kommunen haben sich in
  den letzten Jahren als „sichere Häfen“ deklariert. Zugleich wurde in
  der jüngeren Vergangenheit der Idee der Stadtbürgerschaft in wissenscha
 ftlichen wie auch in politisch-aktivistischen Debatten ein inklusives Pote
 nzial attestiert\, das der nationalstaatlichen Exklusionsprogrammatik – 
 Stichwort Staatsbürgerschaft – gegenüberstehe. In ihrem Vortrag verdeu
 tlicht Lisa Riedner\, dass die starre Gegenüberstellung von inklusiver St
 adtbürgerschaft vs. exklusiver Staatsbürgerschaft allerdings nicht haltb
 ar ist. Bezugnehmend auf ihre Forschungen in den Städten München und Fra
 nkfurt beschreibt sie kommunale Praktiken im Umgang mit einer ungewünscht
 en EU-Migration\, die zwischen Abwehr und Hilfe oszillieren. Ordnungspolit
 ische Abwehrmaßnahmen stehen hierbei keineswegs grundlegend im Widerspruc
 h zu humanitären Hilfeangeboten oder arbeitsmarktpolitischen Aktivierungs
 programmen. Gemeinsam bilden sie vielmehr eine praktische Einheit des post
 liberalen Rassismus in der erweiterten Europäischen Union.\nLisa Riedner 
 ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Empirische Kulturwiss
 enschaft und Europäische Ethnologie der LMU München. Sie ist Autorin des
  Buches „Arbeit! Wohnen! Urbane Auseinandersetzungen um EU-Migration“ 
 (2018) und Ko-Autorin der „Bedarfsanalyse wohnungsloser EU-Bürger_innen
  unter Berücksichtigung der besonderen Situation von Rom_nja in Frankfurt
  am Main" (2020).\nMit einem Kommentar von Sabine Hess\, Kulturanthropolog
 in mit Schwerpunkt Migrations- und Grenzregimeforschung.\n-------\nDer Vor
 trag findet online statt und ist Teil der Veranstaltungsreihe „Freizügi
 gkeit für alle?“\, in welcher im Austausch von Wissenschaft und Praxis 
 die Mechanismen und Wirkungsweisen des Rassismus im EU-Binnengrenzregime b
 eleuchtet werden. Warum werden die Kommunen zu entscheidenden migrationspo
 litischen Akteuren in der erweiterten Union? Weshalb entwickelt sich in di
 esem Kontext das Sozialrecht zu einem Instrument des Ausschlusses und der 
 Migrationskontrolle? Und inwiefern strukturieren rassistische Deutungsmust
 er institutionelle Praktiken des Ein- und Ausschlusses von Unionsbürger*i
 nnen?\nEin Projekt des Instituts für Didaktik der Demokratie der Leibniz 
 Universität in Kooperation mit dem Bildungsforum gegen Antiziganismus\, d
 er Hochschule Hannover und der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Ni
 edersachsen.\nGefördert im Rahmen der Ausschreibung „Zukunftsdiskurse
 “ des Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.\nWebs
 ite: https://www.idd.uni-hannover.de/.../institutioneller.../
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