Luft zum Atmen – 40 Jahre gewerkschaftlicher Kampf bei Opel

Datum/Zeit
Samstag - 05.10.2019
20:30 - 23:00

Veranstaltungsort
Kino im Sprengel

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1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionäre bei Opel in Bochum die "Gruppe oppositioneller Gewerkschafter". Die Gruppe existierte über 40 Jahre und hat mit ihrer radikalen Betriebsarbeit den Widerstandsgeist in der Bochumer Belegschaft befeuert.

Als Betriebsräte gaben sie geheime Informationen an die Belegschaft weiter, sie sorgten für achtstündige Betriebsversammlungen, kämpften gegen Krankenverfolgung, organisierten ihren eigenen Bildungsurlaub und versuchten sogar, auf eigene Faust direkte internationale Solidarität zwischen den verschiedenen General-Motors-Belegschaften in Europa herzustellen, um sich in den 90er Jahren gegen die Standorterpressungen zur Wehr zu setzen. Ihre radikalen Aktivitäten kulminierten schließlich in einem der wichtigsten Wilden Streiks der deutschen Nachkriegsgeschichte, als die Belegschaft im Oktober 2004 sechs Tage lang das Werk besetzte und die Produktion in ganz Europa lahmlegte. Ein Portrait von Kollegen, die sich Gehör verschafften. (labournet.tv)
von Johanna Schellhagen , D 2019, 70 min., digital