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 tschaft-fuer-frieden-und-gegen-drogenhandel/
SUMMARY:Kaffee statt Koks - Solidarische Wirtschaft für Frieden und gegen 
 Drogenhandel
DESCRIPTION:Die indigenen Gemeinden im Südwesten Kolumbiens organisieren s
 ich seit Jahrzehnten im Indigenen Regionalrat des Cauca (CRIC). Gemeinsam 
 kämpfen sie für Frieden\, soziale Gerechtigkeit und ihre kollektiven Rec
 hte.\n\nDoch was hat die Situation dieser Gemeinden mit Drogenschmuggel un
 d Suchtproblematiken in Deutschland zu tun? Wie hängt der Preis\, den wir
  für unseren Kaffee bezahlen\, mit der Produktion von Kokain zusammen? Ka
 nn man dem internationalen Drogenhandel auch mit einem Fokus auf Wirtschaf
 t und globale Gerechtigkeit begegnen statt mit Polizei oder gar Militärei
 nsätzen? Was können solidarische und transnationale Antworten auf illega
 le Ökonomien und ihre Gewalt sein?\n\nUm Antworten auszuloten\, berichten
  Nini Daza\, Oberste Rätin des CRIC\, und Manuel Bustos\, Koordinator der
  Abteilung Eigene Wirtschaft in der Kaffeekooperative CENCOIC\, von ihren 
 Erfahrungen und ihrer Arbeit.\n\nDie beiden sind Teil einer Bewegung klein
 bäuerlicher\, indigener Gemeinden. Diese verteidigen mit zivilem Widersta
 nd und Selbstorganisation ihr Land und ihre kulturelle Identität. Zusamme
 ngeschlossen im CRIC haben sie umfassende kollektive Rechte erkämpft und 
 sind in Kolumbien zu einer zentralen Stimme für die Menschenwürde und de
 n Frieden geworden.\n\nJedoch sind die Gemeinden seit einigen Jahren stark
  von bewaffneten Gruppen und der Drogenwirtschaft betroffen. Diese haben D
 utzende Amtsträger*innen und Mitglieder des unbewaffneten Selbstschutz-Pr
 ozesses „Guardia Indígena“ ermordet und hunderte Jugendliche zwangsre
 krutiert. Teil des Problems ist\, dass Koka in der Region das einzige land
 wirtschaftliche Produkt ist\, dessen Marktpreise kleinbäuerlichen Familie
 n ein wenig ökonomische Stabilität bieten.\n\nUm dieser Situation zu beg
 egnen\, baut die Bewegung eine gemeindebasierte Wirtschaft auf. In der Koo
 perative CENCOIC etwa haben sich rund 3.000 Kaffee anbauende Familien zusa
 mmengeschlossen. Hierdurch erzielen sie hohe Kaffeequalität und mehr wirt
 schaftliche Stabilität. Über den solidarischen Handel mit dem Kaffeekoll
 ektiv Aroma Zapatista exportieren sie ihren Kaffee auch nach Deutschland.\
 n\nDie Gäste aus Kolumbien berichten über den Kampf der Gemeinden\, ihre
  Herausforderungen und die Alternativen\, die sie aufbauen. Anschließend 
 geben Vertreter*innen der Rosa Luxemburg Stiftung und des Kaffeekollektivs
  Aroma Zapatista eine Einordnung\, wie die Probleme und deren Lösung mit 
 dem Welthandel und mit Deutschland verbunden sind.\n\nMit dabei:\n\n 	Nini
  Jhoanna Daza ist in der Amtsperiode 2025-27 Mitglied der neunköpfigen Co
 nsejería Mayor des Indigenen Regionalrats des Cauca (CRIC). Als einzige F
 rau in diesem obersten Gremium des CRIC ist sie zuständig für die Themen
  Frauen- und Jugendorganisierung\, den Selbstschutzprozess Guardia Indíge
 na\, die eigene Rechtsprechung sowie die "Pläne des Lebens"\, die gemeins
 am erarbeiteten Zukunftspläne der Gemeinden. Sie kommt aus dem indigenen 
 Selbstverwaltungsgebiet La Concepción\, in dem sie sechs Jahre lang als G
 ouverneurin und Rätin tätig war. Ihre Familie baut Kaffee an.\n 	Manuel 
 Bustos ist Agraringenieur und Koordinator der Abteilung Eigene Wirtschaft 
 in der Indigene Zentralkooperative des Cauca (CENCOIC). Darüber hinaus is
 t er Mitarbeiter von Ermes Pete\, indigener Parlamentsabgeordneter und Tei
 l der Koalition "Pacto Historico" des aktuellen Präsidenten Gustavo Petro
 .\n 	Belén Cevallos kommt aus Ecuador und arbeitet im Büro der Rosa-Luxe
 mburg-Stiftung in Quito. Sie hat Kommunikations- und Sozialwissenschaften 
 mit Schwerpunkt Gender studiert.\n 	Martin Mäusezahl arbeitet im Kaffeeko
 llektiv Aroma Zapatista\, das solidarischen Kaffeehandel mit der zapatisti
 schen Bewegung aus Mexiko und der indigenen Bewegung des Cauca/Kolumbien b
 etreibt.\n\nWeitere Informationen zur indigenen Bewegung des Cauca: www.ca
 uca-indigena.de\n\nDie Rundreise wird organisiert von der Rosa-Luxemburg-S
 tiftung\, dem Kaffeekollektiv Aroma Zapatista und lokalen Bündnispartner*
 innen.\n\nDie Veranstaltung in Hannover wird von einem breiten Bündnis ge
 tragen. Mit dabei: Rosa-Luxemburg-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung Nie
 dersachsen\, Niedersachsen global\, Bildungsverein Hannover\, Aroma Zapati
 sta\, Allerweltsladen Hannover\, Ventana al Sur\, ver.di\, Nachhaltigkeits
 büro der Landeshauptstadt Hannover\, Kulturzentrum Pavillon.\n\nSie finde
 t in Spanisch und Deutsch mit Simultanübersetzung statt.\n\nDie Veranstal
 tungsräume sind barrierefrei zugänglich\, der Eintritt ist frei.
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LOCATION:Kulturzentrum Pavillon\, Lister Meile 4\, Hannover\, Niedersachsen
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