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 en-zum-30-todestag-von-halim-dener/
SUMMARY:Großdemonstration: „KÄMPFE VERBINDEN!“ ZUM 30. TODESTAG von H
 alim Dener
DESCRIPTION:DEMOAUFRUF: „KÄMPFE VERBINDEN!“ ZUM 30. TODESTAG\n\nKampag
 ne Halim Dener\ngefoltert. geflüchtet. verboten. erschossen.\n\nWir schre
 iben das Jahr 2024 – In vielen Regionen der Welt herrscht Krieg – Gaza
 \, Ukraine\, Jemen\, Kurdistan – die Liste ließe sich endlos fortsetzen
 . Regionale und globale Mächte heizen diese Kriege an\, ihre Interessen w
 erden genau dort verhandelt\, sie liefern die Waffen. Verbrechen und Gewal
 t gegen Zivilist*innen sind dabei blutiger Alltag\, sie kennen viele Gesic
 hter: Folter\, Vergewaltigung\, Vertreibungen…1000 Gründe zur Flucht.\n
 \nWer flieht\, trifft auf Zäune\, Gräben\, Mauern\, Gewehrläufe. Wer fl
 ieht\, ertrinkt\, erfriert\, verdurstet. Durchgesetzt von den Vereinigten 
 Staaten Amerikas und Europas\, die sich mit ihren militärisch hochgerüst
 eten Grenzregimen zu Festungen gegen den Rest der Welt machen. Den auf Kos
 ten des Rests der Welt erbeutete Reichtum will man nicht teilen – egal o
 b lokal oder global: Man tritt runter auf die Schwächsten\, Armen\, Ausge
 beuteten.\n\nWer es dennoch schafft\, und die politischen Verhältnisse in
  Deutschland und weltweit nicht widerstandslos hinnehmen will\, macht sich
  viele Feinde. Man will in diesem Land keine ‚mitgebrachten Konflikte‘
 \, man soll nicht ‚auch noch Ansprüche stellen‘ und für eine andere 
 Welt kämpfen schon gar nicht. Das sei Terrorismus\, und so wird es auch v
 erfolgt.\n\nUnd wenn es schlecht läuft\, fällt das Todesurteil direkt au
 f der Straße. Ohne Gericht\, ohne Verhandlung. Todesursache: Deutsche Pol
 izist*innen. Deren Schießwut ist nicht unglücklichen Umständen oder Üb
 erforderung geschuldet\, sondern wird seit Jahren trainiert\, und die gese
 tzlichen Hürden dafür immer weiter abgebaut. Dazu kommen die Taten der b
 erüchtigten ‚verwirrten Einzeltäter‘\, über die deutsche Behörden 
 lieber nicht zu viel wissen wollen. Die Liste der Namen derjenigen\, die i
 n Deutschland durch rassistische Polizeigewalt und rechte Anschläge getö
 tet wurden\, füllt Seiten.\n\nEiner von ihnen starb vor 30 Jahren in Hann
 over. Sein Name ist unvergessen. Er steht für all jene Zumutungen\, von d
 enen hier die Rede ist. Denn sie sind seine Geschichte:\nHALIM DENER\n\nge
 foltert\nAnfang der 1990er Jahre kam es zum Aufstand der kurdischen Bevöl
 kerung. Ein Aufstand\, der vom türkischen Staat mit Krieg gegen die Zivil
 bevölkerung beantwortet wurde. 3500 zerstörte und niedergebrannte Dörfe
 r\, zerstörte zivile Infrastruktur\, mehr als 3 Millionen Zivilist*innen 
 auf der Flucht. Die Waffen für diesen Krieg lieferte Deutschland. Eine Pr
 axis\, die erst unterbrochen wurde\, als Bilder von deutschen Panzern\, mi
 t denen kurdische Aktivist*innen durch die Straßen geschliffen wurden\, a
 n die Weltöffentlichkeit gelangten.\nEiner von den vielen\, deren Heimatd
 orf niedergebrannt\, die in diesem Krieg festgenommen und gefoltert wurden
 \, war der kurdische Jugendliche Halim Dener.\n\ngeflüchtet\nUnd so gehö
 rte Halim Dener zu den mehr als 300.000 Menschen\, die seit Ende der 1980e
 r aus Kurdistan nach Deutschland fliehen mussten.\nDoch das Land\, in das 
 er 1994 floh\, war dasselbe Land\, das schon Anfang der 1980er Jahre – n
 ach dem Militärputsch – türkische Linke an die Türkei auslieferte. Es
  war dasselbe Land\, in dem es 1992 zu den Pogromen und Anschlägen in Hoy
 erswerda\, Rostock Lichtenhagen und Mölln kam\, und dessen Antwort auf di
 ese Eskalation der Gewalt die Einschränkung des Rechtes auf Asyl war.\n\n
 verboten\nHalim Dener floh in ein Land\, in dem die Proteste der kurdische
 n Bevölkerung gegen die Unterdrückung in ihrer Heimat mit einer beispiel
 losen Hetzkampagne und dem Verbot der PKK und all ihr nahestehenden Organi
 sationen beantwortet wurden. Kurd*innen = PKK = Terrorist*innen war die Gl
 eichung für eine innerstaatliche Feindeserklärung\, die damals wie heute
  gegenüber den Kurd*innen\, ihren Vereinen\, Strukturen und Aktivist*inne
 n gilt\, und die ein Klima von Hass und Angst geschaffen hat.\n\nerschosse
 n\nDiesen Anfeindungen und Repressionen zum Trotz setzte sich Halim auch i
 n der BRD für die kurdische Bewegung ein. Er plakatierte schon wenige Woc
 hen nach seiner Flucht in Hannover Poster mit dem Emblem der ERNK\, des (d
 amaligen) politischen Arms der PKK.\nDabei wurde Halim am 30. Juni 1994 vo
 n SEK-Polizisten in Zivil überrascht und bei der Festnahme in den Rücken
  geschossen. An eben dieser Schussverletzung starb Halim nur wenig später
 . Sinnbildlich für die Situation der in Deutschland lebenden Kurd*innen w
 urde der Schütze nach einem drei Jahre andauernden Prozess freigesprochen
 .\n\nBerthold Brecht hat einmal geschrieben:\n„Es gibt viele Arten zu t
 öten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen\, einem das Brot ent
 ziehen\, einen von einer Krankheit nicht heilen\, einen in eine schlechte 
 Wohnung stecken\, einen durch Arbeit zu Tode schinden\, einen zum Suizid t
 reiben\, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem 
 Staat verboten.“\n\nDer Tod Halim Deners zeigt: Auch das Erschießen dur
 ch einen deutschen Polizisten gehört dazu.\n\nWir demonstrieren und prote
 stieren angesichts und gegen die Kriege dieser Welt. Wir beobachten\, wie 
 fortschrittliche Bewegungen weltweit unterdrückt und bekämpft werden\, u
 nd wir stellen uns in internationaler Solidarität an ihre Seite. Wir sind
  nicht bereit\, die Abschottungspolitik der Regierenden an den Außengrenz
 en hinzunehmen. Wir lehnen uns auf gegen die Repression und die Aushöhlun
 g der Grundrechte. Wir sind traurig\, zornig\, wütend angesichts von rass
 istischer Polizeigewalt und rechtem Terror. Wir nehmen die Verbotspolitik 
 nicht mehr hin.\nLasst uns überall dort\, wo wir dies tun\, Halim Dener u
 nd seine Geschichte lebendig werden lassen:\nIn unseren Aufrufen\, Flugbl
 ättern und Reden. In unseren Liedern und Transparenten. In unseren Kämpf
 en und politischen Arbeiten.\n\nLasst uns zusammenkommen am 06.07.2024 in 
 Hannover – zur großen Demonstration zum 30. Todestag von Halim Dener. L
 asst uns unsere KÄMPFE VERBINDEN und zeigen\, dass die antirassistischen 
 und internationalistischen Antworten auf die Krisen dieser Welt lebendig s
 ind.\n\nKampagne HALIM DENER – KÄMPFE VERBINDEN im Februar 2024\n\nZur 
 Demonstration am 6.07.24 rufen unter Anderem auf\n\nFöderation der Gemein
 schaften aus Kurdistan in Norddeutschland – FED-DEM\nRote Hilfe e.V.\nIn
 terventionistische Linke\nGemeinsam Kämpfen Hannover\nInternationalistisc
 he Jugendkommune\nFlüchtlingsrat Niedersachsen\nLinksjugend [’solid]\nL
 inksjugend [’solid] Niedersachsen\nFridays for Future Hannover\nMigratta
 ck\nFemMigra\nVentana al Sur\nFeministischer Rat Hannover\nDefend Kurdista
 n\nRheinmetall entwaffnen\nEnde Gelände Hannover\nSolikreis Bilel\nFreund
 *innen der kurdischen Freiheitsbewegung Braunschweig\n„die anticapitalis
 tas“ das rote songduo aus der wesermarsch\nWomen Defend Rojava Deutschla
 nd\nGrüne Jugend Niedersachsen\nAutonomes Feministisches Kollektiv Hannov
 er\nVVN/BdA Hannover\nGruppe RoterMorgen\, Hannover\nfalken Hannover\nSeeb
 rücke Hannover\nRechtshilfefonds Azadî\n\nWeitere Unterzeichner*innen gi
 bts hier:\nhttps://halimdener.blackblogs.org/2024/03/08/kampagne-halim-den
 er/
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