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SUMMARY:Gemeinsam in die Offensive - Verschwörungsideolog*innen entgegentr
 eten
DESCRIPTION:Gemeinsam in die Offensive - Verschwörungsideolog*innen entgeg
 entreten\n\nSeit einigen Wochen ist ein zunehmendes Mobilisierungspotentia
 l in der verschwörungsideologischen Szene zu beobachten. Während der mit
 tlerweile mehrmals wöchentlich stattfindenden\, sogenannten "Spaziergäng
 en"\, bildet sich eine gefährliche Mischung aus Bürgerlichen Coronaleugn
 er*innen\, Verschwörungsideolog*innen und bekannten Faschist*innen deren 
 kleinster gemeinsamer Nenner verkürzte und personifizierte Verschwörungs
 erzählungen sind\, wie ihr vermeintliches Wissen über einen geheimen Pla
 n von Bill Gates\, George Soros oder wem auch immer\, auf den das Virus zu
 rückzuführen sei. Das was in dieser Bewegung zu Tage tritt\, ist das ant
 imoderne und antisemitische Potenzial dieser Gesellschaft\, nicht als Rand
 phänomen\, sondern als maßgebendes Element.\nDabei zeichnet sich ein wac
 hsender Grad an Organisation ab\, der zunehmend durch die rechte Szene bee
 influsst wird. Junge Alternative\, AfD und andere Faschist*innen versuchen
  an die wachsenden Mobilisierungen anzuknüpfen\, die Hannover aktuell erl
 ebt.\n\nDas können wir nicht zulassen. Lange genug hat eine geeignete lin
 ke Reaktion darauf gefehlt. Lange genug konnten sich Verschwörungsideolog
 *innen und Rechte ungestört vernetzen. Lange genug haben wir dabei zugese
 hen\, wie sich in Hannover eine erstarkte rechte Szene entwickelt. Wir wol
 len uns der rechten Raumnahme entgegenstellen und Ihnen die Straße streit
 ig machen – letz reclaim the streets!\n\nEs ist kein Zufall\, dass die s
 elbsternannten Rebellen\, die in den letzten Wochen in so großer Zahl dur
 ch die Stadt irrten und ihre Verschwörungserzählungen so viel Anklang fi
 nden. Das Nicht-verstehen-können der gesellschaftlichen Zusammenhänge\, 
 was in dieser Bewegung zum Ausdruck kommt\, ist selbst Resultat dieser Ver
 hältnisse. Die unpersönliche und abstrakte Herrschaft der kapitalistisch
 en Gesellschaftsordnung lässt einen ohnmächtig zurück und erzeugt das G
 efühl vor dieser Herrschaft kapitulieren zu müssen. Das diese Herrschaft
  selbst zum Gegenstand der Kritik wird\, bleibt den Verschwörungsideolog:
 innen somit verschlossen.\n\nIhnen geht es weder um eine berechtigte Kriti
 k an staatlichen Maßnahmen\, die immer wieder Einschränkungen im Private
 n abverlangt haben und die Arbeitssphäre unberührt ließen\, noch geht e
 s um die kaputt gesparten Krankenhäuser oder um die Sparpolitik im Bildun
 gswesen. Dinge die sich in Zeiten der Krise immer weiter verschärfen und 
 unbedingt Kritikwürdig wären.\n\nDas was für die Pseudorebellion unvers
 tanden bleibt\, wollen wir in den Blick nehmen: die Ursachen des Scheitern
 s des staatlichen Pandemiemanagments.\n\nDas Unvermögen des Staates das I
 nfektionsgeschehen effektiv einzudämmen liegt in seiner Funktion\, die da
 rin besteht die Kapitalinteressen im Allgemeinen zu vertreten. Nach einer 
 versäumten Impfkampagne\, dem Scheitern beim Aufbau einer funktionierende
 n PCR-Test Infrastruktur sowie der fehlenden Verteilung kostenloser FFP2 M
 asken\, leiden vor allem die Arbeiter*innen unter dem staatlichen Versagen
 . Sie sind es\, die sich einen vernünftigen Schutz vor einem potenziell t
 ödlichen Virus nicht leisten können oder Abwägen müssen zwischen Einsp
 arungen und der Sicherheit ihrer Gesundheit. Mit einer großen und öffent
 lichkeitswirksamen Kampagne mit dem Titel "Zusammen gegen Corona" versucht
  der Staat die Veranwortungsverschiebung. Der Klassencharakter dieser Gese
 llschaft wird so verschleiert\, die Volksgemeinschaft beschworen und die V
 erantwortung der Pandemiebekämpfung nur auf der individuellen Ebene geseh
 en.\n\nZuletzt sprach die Bürgermeisterin Berlins Franziska Giffey das au
 s\, was im staatlichen Handeln der letzten 2 Jahre schon längst angelegt 
 war. Mit dem Vorschlag: Infizierte könnten ja weiterhin zur Arbeit gehen\
 , solange sie keine Symptome hätten\, wird die Menschenfeindlichkeit der 
 Pandemiepolitik offen ausgetragen. In diesem Vorschlag wird deutlich: Arbe
 iter*innen dienen als Menschenmaterial\, sie müssen sich dem staatlichen 
 kalkulierendem Spiel zwischen Gesundheit und Tod unterwerfen\, um den Wirt
 schaftsstandort Deutschland zu dienen.\n\nErst durch die Kritik an Staat u
 nd Kapital eröffnet sich die Perspektive auf ein mögliches Ende der Pand
 emie.\n\nGegen autoritäre Krisenlösungen - für die befreite Gesellschaf
 t!\n\n&nbsp\;\n\n\n\n
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