Filmvorführung: Sara – jiyana min her şer bû

Datum/Zeit
Donnerstag - 12.01.2017
16:00 - 19:00

Veranstaltungsort
Apollo Kino

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Am 9. Januar 2013 wurden Sakine Cansız (Sara), Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PK*) und eine führende Persönlichkeit der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung, sowie die Pariser Vertreterin des kurdischen Nationalkongresses (KNK), Fidan Doğan, und die Jugendaktivistin Leyla Şaylemez kaltblütig im Kurdistan Informationszentrum in Paris ermordet.
Die 1958 in Dersim (Trk.: Tunceli) geborene Sakine Cansiz schloss sich im Alter von 18 Jahren dem kurdischen Widerstandskampf an und war eine von zwei Frauen auf dem Gründungskongress (1978) der PK*. Ein Jahr vor dem Militärputsch 1980 wurde Sakine Cansiz inhaftiert. In ihrer 12-jährigen Haftzeit wurde sie Opfer von schwerster Folter, gegen die sie entschlossen Widerstand leistete und somit zu einer Symbolfigur des kurdischen Frauenbefreiungskampfs aufgestiegen ist. Als erste Frau der PK* leistete sie vor dem Putschgericht in Amed (Trk.: Diyarbakir) eine politische Verteidigung. Nach ihrer Entlassung 1991 führte sie ihren Kampf in verschieden Orten im Mittleren Osten weiter. 1998 erhielt Sakine Cansiz politisches Asyl in Frankreich. Seitdem war Sakine Cansiz in mehreren Ländern Europas politisch im Bezug auf die kurdische Frage und die Geschlechterfrage engagiert. Darunter auch in Deutschland, wo sie 2007 in Hamburg kurzzeitig in Haft war. Sie war Mitglied des Kurdischen Nationalkongress (KNK) mit Sitz in Brüssel.
Sara – “Jiyana min her şer bû” (Mein ganzes Leben war ein Kampf) ist ein Dokumentarfilm über das revolutionäre Leben von Sakine Cansiz. Die Besonderheit des Dokumentarflims liegt darin, dass ihre Persönlichkeit von Familienmitgleidern, Freunden und Genoss*innen beschrieben wird und ist dadurch eine wunderbare Ergänzung zu dem 2014 erschienen Band “Mein ganzes Leben war ein Kampf”. Untermalt wird der Film durch eine Erzählerstimme (Sakine Canzis), die in mehreren Sequenzen Passagen aus der Biographie vorliest.
Auch ohne die Biographie gelesen zu haben oder anderweitiger Vorkenntnisse gibt der Film gute Einblicke.

Der Eintritt ist frei, allerdings würden wir uns über eine Spende sehr freuen!
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Nach und vor der Vorführung ist es möglich die Biographie von Sakine Cansiz und andere Literatur zur Kurdischen Bewegung am Bücher- und Infostand der JXK zu erwerben.