Existenz unter Beschuss – Live Stream

Datum/Zeit
Donnerstag - 17.10.2019
19:00

Veranstaltungsort
Kulturzentrum Pavillon

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Zum Angriff auf die Autonome Verwaltung in Nord- und Ostsyrien

Stream der Veranstaltung in Berlin:

Der Abzug der US-Truppen und die unmittelbar danach begonnene türkische Militäroperation «Friedensquelle» gegen die mehrheitlich kurdische Region Rojava im Norden Syriens kamen mit Ansage. Die Angriffe lassen nicht nur hiesige Linke fassungslos zurück, sondern sind selbst in Washington, dem ehemaligen Bündnispartner der Kurd*innen in Nordsyrien, hoch umstritten. Die Bundesregierung und EU schauen bislang zu, wie die lokale Zivilbevölkerung und Selbstverwaltung der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf sich selbst gestellt und den Vernichtungsgebaren des NATO-Partners Türkei ausgeliefert sind. Präsident Erdoğan präsentierte bereits seine Pläne für die „Sicherheitszone“ in Nordsyrien womit klar ist, dass es nicht bei Luftangriffen und einem Einmarsch bleiben wird, sondern ethnische Vertreibungen und Umsiedlungen folgen werden.

Was bedeuten die Entwicklungen für die Zukunft der autonomen Selbstverwaltung in Rojava? Was passiert, wenn als vermeintliche Bündnispartner für die syrischen Kurd*innen nur noch Assad und Putin in Frage kommen? Wie sind die Strategien Erdoğan und Trumps einzuschätzen? Wie kann es sein, dass die Türkei, die ihren eigenen Anteil am Erstarken des IS hat, nun für die Strafverfolgung der sich in kurdischer Haft befindenden (internationalen) IS-Straftäter zuständig gemacht wird?

Um die aktuellen Dynamiken und Kräfteverhältnisse zu verstehen, laden wir zu einem Informationsabend ein mit: Sozdar Sevim (Dest-Dan – kurdischer FrauenRat Berlin), Mariana Karkoutly (Adopt a Revolution), Kristin Helber (freie Journalistin), Anita Starosta (medico international), angefragt. Moderation: Charlotte Tinawi (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen