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 rassistischen-morde-in-hanau/
SUMMARY:Demonstration zum Gedenken an die rassistischen Morde in Hanau
DESCRIPTION:\n17 Uhr Kundgebung Halim Dener Platz \nanschließend Demonstr
 ation zum Opernplatz\n19:00 Uhr Mahnwache mit Çay und Suppe in der Cumber
 landschen Bühne\n \nBitte bringt keine Nationalflaggen und Parteiflaggen
  mit.\n\n \n--- Translation on https://migrabuendnis.wordpress.com\n \nA
 m 19. Februar 2020 wurden 9 Menschen in Hanau aus rassistischen Motiven er
 mordet. Ihre Namen sind: Ferhat Unvar\, Hamza Kurtović\, Said Nesar Hashe
 mi\, Vili Viorel Păun\, Mercedes Kierpacz\, Kaloyan Velkov\, Fatih Saraç
 oğlu\, Sedat Gürbüz\, Gökhan Gültekin.\n \nNicht zufällig wählte d
 er Täter Orte aus\, an denen sich Menschen treffen\, die migrantisch gele
 sen werden: eine Shisha Bar\, einen Kiosk\, ein Cafe. Rassistisches\, anti
 muslimisches und antisemitisches Gedankengut waren seine ideologische Moti
 vation\, die Attentate zu planen und durchzuführen.\n \nBei diesem Ansch
 lag wurde das abermalige Versagen der deutschen Sicherheitsbehörden im Zu
 sammenhang mit rassistischen Morden deutlich:  Im Vorfeld wurde nicht erk
 annt oder darauf reagiert\, dass ein polizeibekannter\, rechtsextremer Tä
 ter sich auf einen Anschlag vorbereitete\, die Behörden hatten aus rassis
 tischen Gründen veranlasst den Notausgang an einem der Tatorte verschloss
 en zu halten\, während der Tat wurde nicht auf Notrufe reagiert\; und im 
 Nachgang wurde eine lückenlose Aufklärung des Tathergangs verhindert. In
  der Nacht selbst waren 13 Polizisten/Polizist*innen einer mittlerweile au
 fgelösten SEK Einheit im Einsatz\, die Teil einer rechtsextremen Chatgrup
 pe der Frankfurter Polizei waren.\n \nAuch Angehörige und Überlebende h
 aben wenig bis keine Unterstützung nach dem Anschlag erhalten. Im Gegente
 il - schon in der Tatnacht wurden Überlebende des Anschlags nicht als Opf
 er sondern wie Tatverdächtige behandelt. Medizinische Hilfe erhielten sie
  erst spät\; Einzelne wurden alleine zu einer entfernten Polizeiwache ges
 chickt\, zu einem Zeitpunkt\, als der Täter selbst noch auf den Straßen 
 war. Angehörige der Opfer wurden lange im Unklaren gehalten\, ohne psycho
 logische Unterstützung. Auch im weiteren Verlauf wurden Angehörige und 
 Überlebende weitestgehend alleine gelassen mit ihren Sorgen. Entschädigu
 ngen haben sie bisher nicht erhalten. Auch ein Mahnmal zum Gedenken am Han
 auer Marktplatz wurde ihnen bisher verwehrt. Der Initiative 19. Februar - 
 eine selbstorganisierte Gruppe aus Angehörigen und Unterstützer*innen - 
 ist es zu verdanken\, dass Betroffene auch schon direkt nach dem Anschlag 
 Unterstützung erhielten\, und dass weiterhin eine vollständige Aufkläru
 ng der Morde\, sowie Konsequenzen und eine angemessene Erinnerung an die O
 pfer gefordert wird.\n \nDie Tat und auch der Umgang mit den Betroffenen 
 danach\, sowie das Ausbleiben von politischen Konsequenzen\, sind keinesfa
 lls ein Einzelfall. Nur 4 Monate zuvor - am 9. Oktober 2019- wurden in Hal
 le ebenfalls zwei Menschen durch einen Rechtsterroristen ermordet. Er vers
 uchte mit Waffengewalt in die Synagoge im Paulusviertel einzudringen\, um 
 dort versammelte Menschen zu töten. Nachdem er es nicht in die Synagoge g
 eschafft hatte\, erschoss er vor dem Gebäude die Passantin Jana Lange und
  im Imbiss „Kiez-Döner“ den Gast Kevin Schwarze. \n \nBeide Täter 
 hatten zuvor ihre rassistischen und antisemitischen Ansichten im Internet 
 geteilt. Obwohl sie öffentlich ihre antisemitischen und rassistischen Mor
 dfantasien teilten\, war es ihnen dennoch möglich\, Zuhause Waffen aufzub
 ewahren\, ihre Taten zu planen und letztendlich auch auszuführen. \n \n
 Mit dem Erstarken von rechten Parteien\, der politischen Umsetzung rechtse
 xtremer Forderungen durch vermeintlich bürgerliche Parteien\, einem Annä
 hern der sogenannten bürgerlichen Mitte an rechte Ideologie sowie dem zun
 ehmenden innermigrantischen Rassismus\, Islamismus und Faschismus steigt d
 ie Gefahr\, dass weiterhin Menschen aus rassistischen\, antisemitischen\, 
 queerfeindlichen oder antifeministischen Motiven ermordet werden. \n \nO
 b Halle\, Hanau oder der NSU\, es sind keine Einzelfälle. Rassismus töte
 t. Antisemitismus tötet. Rechte Gewalt tötet. Faschismus tötet.\nDesweg
 en darf "Nie Wieder" nicht zu einer leeren Phrase verkommen. \n \nNie wi
 eder ist jetzt. \n \nJetzt\, wo sich AfD\, Identitäre\, und weitere Rec
 hte im Geheimen treffen\, um gemeinsam die Vertreibung und Deportation von
  Millionen Migrant*innen und BPoCs zu planen. Jetzt\, wo rechte Militärs 
 und Polizist*innen Waffen horten und sich auf einen Tag X vorbereiten\, an
  dem sie Gegner*innen umbringen und die politische Macht übernehmen wolle
 n. Jetzt\, wo die EU entscheidet Geflüchtete in Gefängnisse an den EU Au
 ßengrenzen zu pferchen. Jetzt\, wo die Faschisierung bereits in vollem Ga
 nge ist.\n \nAuch in Hannover kann beobachtet werden\, dass die Zahl rech
 tsextremer Gewalttaten stetig ansteigt und Menschen aktiv bedroht werden. 
 Zuletzt wurden im Stadtteil Ahlem mehrere Menschen durch rassistische und 
 queerfeindliche Gewalt bedroht. Die Gedenkstätte Ahlem wurde antisemitisc
 h geschändet. Das Freizeitheim Vahrenwald wurde mit antisemitischen Parol
 en beschmiert. Rassistische Parolen an "migrantischen" Restaurants und and
 eren Gebäuden in unterschiedlichen Stadtteilen.. Eine Moschee im Zentrum 
 von Hannover hat einen rechtsextremen Drohbrief mit Hakenkreuz erhalten. U
 nterschrieben ist er mit "NSU 2.0". Auch der Imbiss im selben Gebäude wur
 de Ziel eines Brandanschlags.\n \nImmer wieder werden rechte und rassisti
 sche Vorfälle in der Polizei bekannt. Von rassistischen Polizeikontrollen
  am Hauptbahnhof Hannover bis hin zu sogenannten Reichsbürgern bei der ni
 edersächsischen Polizei. Einer dieser "Reichsbürger" war nach dem Anschl
 ag in Halle für das Sicherheitsgutachten der liberalen jüdischen Gemeind
 e in Hannover zuständig. \n \nWir fragen: Wie viel ist der Schutz der L
 eben  von uns (Post-)Migrant*innen\, Juden_Jüdinnen\, Schwarzen Menschen
  und People of Color den Sicherheitsbehörden und der Mehrheitsgesellschaf
 t wert?\n \nWir fordern Gerechtigkeit\, Erinnerung für die Opfer der ras
 sistischen Morde in Hanau\, eine lückenlose Aufklärung der Tat und des V
 ersagens der Behörden und des Staats\, sowie politische Konsequenzen\, di
 e weitere Taten dieser Art verhindern. \n \nWir rufen euch auf\, mit uns
  am 19. Februar 2024 zu demonstrieren!
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