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SUMMARY:Corona? Solidarität!
DESCRIPTION:Demonstration\n\n14 Uhr | Steintor\n\n&nbsp\;\n\nSolidarität i
 st ein großes Wort in der Corona-Krise. Viele Menschen schlossen sich zus
 ammen. Sorgten sich in ihren Nachbarschaften um Arme\, Kranke und Risikogr
 uppen. Menschen standen auf den Balkonen und applaudierten den Beschäftig
 ten im Gesundheitswesen und im Einzelhandel. Das sind gute Zeichen\, doch 
 Solidarität muss tiefer gehen.\n\nDie Krise verschärft die bestehenden s
 ozialen Missstände und führt zu erheblichen gesellschaftlichen Rückschr
 itten. Frauen* werden in der Krise wieder in die Rolle der Hausfrau und Mu
 tter gedrängt\, patriarchale Rollenmuster gewinnen an Stärke.\n\nDie kap
 italistische Wirtschaftsweise stottert und produziert im Gefolge der Krise
  Millionen Erwerbslose. Unter die versprochenen Rettungsschirme passen vor
  allem Großkonzerne\, die Menschen in Kurzarbeit schicken und gleichzeiti
 g Boni und Dividenden ausschütten. Nationale Grenzen in Europa erleben ei
 ne Neuauflage\, mitsamt der mitunter tödlichen Folgen für jene\, die sie
  nicht passieren können. Während noch vor der Corona-Krise die Anzahl de
 r Krankenhausbetten gesenkt wurde\, schreitet die Profitorientierung im Ge
 sundheitssystem trotz Corona weiter voran. Die Gesundheit aller kann so ni
 cht geschützt werden.\n\nGrenzen der Solidarität?\nSolidarität ist wert
 los\, wenn sie an Nationalgrenzen Halt macht\, wenn sie nicht für die Gef
 lüchteten an den europäischen Außengrenzen gilt. Solidarität ist sinnl
 os\, wenn sie nur für diejenigen gilt\, die schon ein Dach über dem Kopf
  haben und zu Hause bleiben können. Solidarität ist nutzlos\, wenn Fraue
 n* im Haushalt und auf der Arbeit mehrfach belastet sind oder mit der Kind
 erbetreuung alleingelassen in Existenznöte geraten. Die Coronakrise ist a
 uch eine Reproduktionskrise!\nWir wollen eine andere Solidarität. Eine di
 e niemanden vergisst oder ausschließt. Eine\, die für Risikopatient_inne
 n genauso gilt wie für Geflüchtete\, Obdachlose oder Frauen* . Eine Soli
 darität für alle!\n\nKritik und rote Linie!\nEine kritische Betrachtung 
 der Maßnahmen zu Corona ist wichtig\, vor allem wenn tief in Grundrechte 
 eingegriffen wird. Die Maßnahmen\, mit denen einer Pandemie begegnet wird
 \, sind schließlich nicht nur medizinisch begründet\, sondern auch das E
 rgebnis politischen Handelns. Allerdings ziehen wir eine rote Linie\, wenn
  Menschen den Corona-Virus und seine Konsequenzen leugnen und sich mit Rec
 hten\, Antisemit_innen und Anhänger_innen von Verschwörungsideologien au
 f eine Seite stellen. Längst sind Kräfte aus NPD und AfD\, Reichsbürger
 _innen oder sogenannte QANON-Anhänger_innen Teil dieser Proteste geworden
 . Das Milieu erstreckt sich also von rechtsoffen bis hin in die extreme Re
 chte. In ganz Deutschland tragen Teilnehmer_innen NS- und Shoa-relativiere
 nde Abbildungen\, antisemitische Symbole oder Schilder mit verschwörungsi
 deologischen Parolen mit sich herum. Wer sich als Teilnehmer in davon nich
 t distanziert\, muss sich nicht wundern mit Rechten\, Antisemit_innen und 
 Anhänger_innen von Verschwörungsideologien in einen Topf geworfen zu wer
 den. Wer sich über sinnvolle Maßnahmen hinwegsetzt\, die dem Schutz der 
 Mitmenschen dienen\, handelt unverantwortlich und unsolidarisch.\n\nWieder
  zurück auf Normal?\nDer Klimawandel findet auch während der Corona-Kris
 e statt. Seine Auswirkungen betreffen vor allem den Globalen Süden\, wo M
 enschen ihrer Lebensgrundlage beraubt werden und sich Armut und Elend noch
  weiter verschlimmern. Hinzu kommt\, dass immer deutlicher wird\, dass es 
 einen Zusammenhang von Umweltzerstörung\, intensiver Tierhaltung und der 
 Entstehung neuer Krankheiten gibt. Dies alles\, um unsere westliche Lebens
 weise aufrecht zu erhalten. In einem Kapitalismus\, der diese Lebensweise 
 zwar ermöglicht\, für sein stetiges Wachstum aber auch zwingend benötig
 t.\nDiese Normalität wollen wir nicht weiter aufrechterhalten!\nIn Zeiten
  der Krise werden Dienstleistungen und Produkte an ihrer vermeintlichen Sy
 stemrelevanz gemessen. Doch was ist notwendig\, was wird weiter produziert
 ? Trotz Shutdown bewilligt der Bundessicherheitsrat Waffenlieferungen im W
 ert von 179 Millionen Euro nach Katar. Der Rüstungsexport läuft also ung
 ehindert weiter\, aber medizinische Geräte fehlen weltweit.\nUnser Vorsch
 lag: Die Umstellung von Rüstungsexporten auf gesellschaftlich notwendige 
 Produktionen. Wir müssen bestimmen was weiter produziert wird und nicht d
 er Markt.\n\nSolidarische Perspektiven!\nCovid-19 ist eine Bedrohung für 
 das Leben. Dem müssen wir solidarisch und nicht egoistisch begegnen. Anst
 elle einer möglichst schnellen Rückkehr zum Normalbetrieb des fossilen K
 apitalismus fordern wir eine gemeinwohl- und bedürfnisorientierte Transfo
 rmation der Gesellschaft. Anstatt Milliarden in klimaschädliche Auto- und
  Luftfahrtkonzerne zu pumpen\, fordern wir die Vergesellschaftung des Gesu
 ndheitssystems\, die faire Verteilung von Sorgearbeit und konsequente Klim
 agerechtigkeit. Anstatt Rückkehr zum unmenschlichen Abschieberegime forde
 rn wir grenzenlose Solidarität\, Aufnahme und dezentrale europaweite Vert
 eilung der Schutzsuchenden an der griechisch-türkischen Grenze und aus de
 r Seenotrettung im Mittelmeer. Anstatt weiter mit Wohnraum Profite zu mach
 en\, fordern wir ein Zuhause für jede*n\, Öffnung und Enteignung von Lee
 rstand und die Vergesellschaftung der Wohnungen.\n\nCorona hat für alle d
 eutlich gezeigt\, wer auch in einer Krise die Gesellschaft zusammenhält. 
 Wir wollen nicht zurück zur Normalität\, sondern zu einer solidarischen 
 Gesellschaft!\n\nSolidarität für alle!
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