Tanzdemo: „Schlaflos in Hannover? Wohnraum für Alle!“

Datum/Zeit
Donnerstag - 16.11.2017
18:00

Veranstaltungsort
AStA Uni Hannover

Kategorien


Für eine solidarische Stadtentwicklung und mehr bezahlbaren Wohnraum!

Jeden Oktober kommen tausende Studierende an die Universitäten Hannovers, Viele von ihnen suchen eine Unterkunft. Zahlreiche Onlineportale bieten Hilfe, doch der Schein trügt: Die Wohnraumsituation in Hannover ist seit Jahren angespannt und Studis zahlen laut diesjährigen Erhebungen mehr als im Bundesdurchschnitt.

Besonders zu Semesterbeginnszeiten finden Viele über Wochen oder Monate keine Unterkunft. Wer eine Wohnung sucht oder eine WG gründen will, steht ebenso vor einer oftmals langen Odyssee. Wenig Wohnungen mit um so mehr Interessierten, hohe Mieten oder WG-“ungeeignete“-Wohnungen sind nur eine Auswahl der Hürden auf dem Weg zu einer Wohnung.

Dies betrifft nicht nur Studierende, sondern alle, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind. Dazu zählen Studierende, aber unter anderem auch Geringverdienende, Alleinerziehende, Erwerbslose, oder Geflüchtete – wobei die Suche für Letztgenannte zudem durch behördliche Auflagen, Ressentiments und Rassismus erschwert wird.

Ob jung oder alt, ob lange oder erst neu in der Stadt. Alle konkurrieren um die wenigen bezahlbaren Wohnungen – wer leer ausgeht hat Pech gehabt.

Und wer einst glücklich „gewann“ und sich mit der Wohnung in Sicherheit wog, wird vielleicht eines Tages von Mieterhöhungen oder (Luxus-)Sanierungen überrascht – und muss sich erneut gegen die Konkurrenz bei der Wohnungssuche durchsetzen.

Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum wächst seit langem, doch das Angebot schrumpft und auch die Anzahl der Sozialwohnungen ist stark gesunken.

Die Folge ist erhöhte Konkurrenz und soziale Verdrängung.

Wohnraum ist jedoch ein existentielles Grundbedürfnis aller Menschen und sollte daher für alle zu haben sein; unabhängig vom Einkommen.

Deshalb wollen wir – gemeinsam mit möglichst Vielen von Euch mit einer Schlafplatzbörse kurzfristige Unterkünfte vermitteln und auf unserer Tanzdemo die Problematik in die Öffentlichkeit bringen.

Bereits in den letzten Jahren gab es öffentlichkeitswirksame Proteste: Demonstrationen durch Studierende zum Semesterbeginn oder Proteste in Linden, wo Mieterhöhungen und Verdrängung schon seit Jahren Thema sind.

Doch die Notwendigkeit für Protest besteht noch immer: Die Stadtentwicklung folgt weiterhin kapitalistischen Prinzipien.

Wir wollen daher unser Anliegen auf die Straße tragen – mit guter Laune und toller Musik.

Los geht es am 16.11.2017 um 18 Uhr am AStA der Uni.

Tanzend bewegen wir uns von dort durch Hannover und setzen ein Zeichen:

Für mehr bezahlbaren Wohnraum und eine solidarische Stadtentwicklung.

Kommt vorbei!