Peter Nestler – Das Frühwerk (3)

Datum/Zeit
Freitag - 16.11.2018
18:30

Veranstaltungsort
Kino im Sprengel

Kategorien


[Vorsicht, frühere Anfangszeit]- Peter Nestler – Das Frühwerk (3)

# Zu Gast ist Peter Nau

Kurztext: Politische Kurzdokumentarfilme von Peter Nestler aus den 1960/70er Jahren

– SIGHTSEEING von Peter Nestler, Schweden 1968, 11 min., 16mm
Text: Peter Weiss
Dieses kurze Pamphlet basiert auf einem Text von Peter Weiss. Den Eindrücken von Handel und Tourismus in Schweden setzt Nestler die politische Wirklichkeit des Imperialismus und vor allem des Vietnamkriegs entgegen. Er wirft damit das malerische Schwedenbild über den Haufen, wie es die Medien und das schwedische Kino entwerfen.

– IN BUDAPEST (I Budapest) von Peter Nestler, Schweden 1969, 11 min., 16mm
Der 1909 in Piski geborene Korbflechter Lajos Tóth erzählt aus seinem Leben: Wie er über Arad nach Békés kommt, in der staatlichen Korbflechterschule sein Handwerk lernt, nach Budapest geht, dort in einer Textilfabrik arbeitet und schließlich 1953 gemeinsam mit Kollegen eine Korbflechtergenossenschaft gründet, der er bis zu seiner Pensionierung 1969 angehört. Nestler montiert karg, immer ein wenig weniger als üblich und erwartet. (Viennale)

– DIE DONAU RAUF (Uppför Donau)
Peter Nestler, Schweden 1969, 28 min., , 16mm
Mitarbeit: Zsóka Nestler
DIE DONAU RAUF wurde auf einem volkseigenen ungarischen Schiff gedreht. Immer begleitet vom Motorengeräusch richtet sich der Blick der Kamera auf die Ufer, zu den Bergen hinauf, auf die Brücken, Schleusen und Städte und auch auf die Leute vom Schiff. Mit seinem gemächlichen Dahinziehen zieht all dies nun an einem vorbei, während Nestler erzählt, was er von der Geschichte der Donauschifffahrt weiß. Geschichte wird hier zu einem Kontinuum, das von der Gegenwart ausgehend das Vergangene einschließt. (Viennale)

– WARUM KRIEG? von Peter Nestler, Schweden 1969/70, 18 min., 16mm
Mitarbeit: Zsóka Nestler
Alle Kriege, Eroberungszüge, Aufstände, Bürgerkriege sind Klassenkriege, sagt Nestler, in denen es um Besitz, Grund und Boden gegangen ist und um die Mittel zum Leben und zum Arbeiten. Sein Film-Essay ist hauptsächlich aus Bildreproduktionen montiert, aus Gemälden, Zeichnungen, Stichen und Fotografien.