AGHET – EIN VÖLKERMORD

Datum/Zeit
Freitag - 01.06.2018
20:30

Veranstaltungsort
Kino im Sprengel

Kategorien


Wunschfilm der Galerie bei Koc

von Eric Friedler, D 2009, 90 min, digital,
mit den Stimmen von Hanns Zischler, Martina Gedeck, Burghart Klaußner, Joachim Król

Kurztext: Der Völkermord an den Armeniern wird bis heute in der Türkei geleugnet und von der Welt weitgehend verdrängt. AGHET rekonstruiert den Genozid mittels historischer Quellen und Schilderungen von Ausländern, die damals in der Türkei lebten und ihre Beobachtungen festhielten.

AGHET (armenisch: „die Katastrophe“) erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern. Zwischen 1915 und 1918 wurden bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanischen Reich, der heutigen Türkei, ermordet. Dieser Völkermord gilt als der erste systematisch ausgeführte Völkermord des 20. Jahrhunderts. Er wird bis heute von den Verantwortlichen und ihren Nachkommen geleugnet und von der Welt weitgehend verdrängt.
Eric Friedler sucht nach den politischen Motiven, die noch heute stark genug sind, um die historische Tatsache des Armenier-Genozids zu verschweigen und zu unterdrücken. Er befragte Politiker, Historiker, Zeitzeugen, Wissenschaftler und Vertreter der weltweiten armenischen Diaspora. Er rekonstruierte den Verlauf des Völkermords aus historischen Quellen wie den Lageberichten von DiplFür unser Jubiläumsprogramm im Mai und Juni haben wir unseren Kooperationspartner*innen eine Carte Blanche für Filmwünsche erteilt. Damit gestalten unsere langjährigen Partner*innen für zwei Monate das Kinoprogramm.omaten und Schilderungen schweizer, dänischer und schwedischer Ärzte, Lehrer, Missionare, Korrespondenten und Krankenschwestern, die damals in der Türkei lebten und ihre Beobachtungen festhielten.
In einer minimalistischen Inszenierung verleiht ein hochkarätiges Schauspielerensemble diesen Zeitzeugen eine Stimme. 100 Jahre nach dem Völkermord sind ihre Aussagen von beklemmender Authentizität noch einmal zu hören, werden bis heute unbesungene Heldinnen und Helden entdeckt, tragische Schicksale und die strikte Systematik eines unfassbaren Verbrechens offenbart.

* bei Koc: Cem Koc ist Grafiker und Galerist. Seit 2012 betreibt er in der Nordstadt den Kunstraum bei Koc in der Hahnenstraße, der neben Ausstellungs- und Konzertraum auch Basis für weitreichendere kulturelle Aktivitäten ist. So hat er 2014 das Musik- und Kunstfestival „mUSE Hannover“ ins Leben gerufen und Projekte in den Bereichen Tanz und Film mitinitiiert. Er hat in den letzten Jahren eine Reihe interessanter Veranstaltungen ins Kino im Sprengel gebracht.
www.cemkoc.de